Massiamy Diaby

Geboren 1996 in Frankfurt am Main, auf Poel, in Berlin und Accra aufgewachsen, sammelte Massiamy Diaby erste Theatererfahrungen am Jungen DT Berlin, wo sie bereits mit Nora Schlocker arbeitete. 2016 begann sie ein Schauspiel-Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen, das sie 2020 abschloss. Während ihres Studiums spielte sie bereits am Schauspiel Dortmund in der Regie von Ersan Mondtag und wurde damit zum Theatertreffen 2019 eingeladen sowie am Theater Basel, wo sie mit Robert Icke arbeitete. Zur Spielzeit 2019 trat sie ihr erstes festes Engagement am Residenztheater an und ist seit diesem Zeitpunkt festes Ensemblemitglied.

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«Agnes Bernauer», uraufgeführt 1977 in der DDR, beginnt als Märchen im Zeitraffer. Die Folie des Märchens dient Franz Xaver Kroetz als Mittel, gesellschaftliche Verhältnisse unter die Lupe zu nehmen. Die empathische und engagierte Agnes Bernauer muss ihr Gewissen befragen, ob es ein richtiges Leben im falschen geben kann.

Agnes Bernauer

«Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?», fragten sich der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz, als sie 1983 den international gefeierten Filmzyklus «Dekalog» entwickelten, der in zehn Episoden jeweils ein biblisches Gebot in der säkularen Gegenwart beleuchtet. Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito kehrt mit seiner Version des «Dekalog» ans Residenztheater zurück. Er entwickelt aus dem Filmstoff eine neue Erzählweise, die das Verhältnis zwischen tradierten Werten und aktueller Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit neu untersucht und im Geiste Kieślowskis die moralische Unruhe der Jetztzeit befragt.

Dekalog

Der australische Autor und Regisseur Simon Stone, dessen aufsehenerregende zeitgenössische Interpretationen klassischer Dramen international für Furore sorgen, greift Erzählstränge und Motive aus Horváths Œuvre auf und katapultiert diese in unsere Gegenwart. Dabei gelingt ihm in einer Poesie der Alltagssprache eine hochaktuelle Hommage an den Horváth'schen Kosmos der Glücksuchenden und Gestrandeten, der Auf- und Aussteiger*innen, der Tag- und Albträumer*innen – und eine theatrale Analyse unserer Gegenwart.

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