Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Resi-Ensemblemitglied Valery Tscheplanowa erhält den diesjährigen Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers/einer jungen Schauspielerin im Rahmen des Theatertreffens für ihre Rolle der "Njurka" in Dimiter Gotscheffs Inszenierung von "Zement", mit der das 51. Berliner Theatertreffen am 2. Mai eröffnet wurde. Die Allein-Jurorin Edith Clever hat nach Besuch aller zum Theatertreffen 2014 eingeladenen Inszenierungen diese Entscheidung getroffen. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Die Preisverleihung fand am letztes Tag des des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele statt. 

Die Schauspielerin und Regisseurin Edith Clever begründet ihre Entscheidung: "Schon gleich als sie erschien und die Bühne betrat, hatte sie mich gewonnen. An ihr hat mir alles gefallen. Und ihre klare leuchtende Stirn, ihr fester und doch leichter Schritt, ihr Singen, ihr Temperament, ihr Humor - das alles hat mich bezaubert. Alles war so selbstverständlich und mutig. Ich gratuliere und wünsche von Herzen, dass ihr die helle Ausstrahlung, ihre Ernsthaftigkeit und Freude erhalten bleiben."

ZementZement

Intendant Martin Kušej freut sich sehr über diese Auszeichnung: "Ich gratuliere Valery von Herzen zum Alfred-Kerr-Preis. Das ist die wohlverdiente Auszeichnung für eine einzigartige und höchst eigenwillige Künstlerin und ihre jahrelange Zusammenarbeit mit Dimiter Gotscheff – man kann ohne Übertreibung sagen, dass sie in den letzten Jahren eine der wesentlichsten Schauspielerinnen für ihn war. Mit der Rolle der Njurka in 'Zement' hat sie ihr Debüt bei uns am Haus gegeben und ich bin gespannt auf weitere starke Abende am Resi mit ihr. Und andererseits – wie könnte es anders sein – freue ich mich für unser Haus. Dieser Preis ist für das Residenztheater gewissermaßen das I-Tüpfelchen auf die Einladung mit zwei großen Ensemble-Stücken zum Theatertreffen 2014."

Valery Tscheplanowa, geboren 1980 in Russland, studierte zunächst Tanz an der Palucca Schule Dresden und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule für Schauspiel "Ernst Busch" in Berlin, bevor sie dort ihr Schauspielstudium absolvierte. Von 2006 bis 2009 war sie Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Hier arbeitete sie u. a. mit Dimiter Gotscheff und Jürgen Gosch zusammen. Als Ensemblemitglied des Schauspiels Frankfurt (2009 - 2013) wurde Valery Tscheplanowa im Jahr 2011 als "Maria Stuart" unter der Regie von Michael Thalheimer für den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nominiert. Mit "Zement" gab sie im Mai 2013 ihr Debüt am Münchner Residenztheater, dessen Ensemble sie seit dieser Spielzeit angehört. Aktuell ist sie neben „Zement“ als Frau John in "Die Ratten" sowie als in "Eurydice :: Noir Désir" am Residenztheater zu sehen.

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wurde 1991 von der Familie Kerr und der Pressestiftung Tagesspiegel sowie den Berliner Festspielen gemeinsam ins Leben gerufen. Mit dem Preis wird die herausragende Leistung eines/r jungen Schauspielers/erin ausgezeichnet, der/die in einer der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen mitwirkt.

"Ausnahme-Schauspielerin": Bayerischer Kunstförderpreis 2015 für Valery Tscheplanowa

Valery Tscheplanowa, die seit 2013 dem Resi-Ensemble angehört, wird für ihre Arbeit am Residenztheater mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2015 in der Sparte "Darstellende Kunst" ausgezeichnet. Die Jury hält Valery Tscheplanowa für eine "hinreißende Ausnahmeschauspielerin", die bisweilen wie ein Wesen aus einer Zwischenwelt erscheine, und einen rätseln lasse, ob sie gerade dabei ist, sich ein eigenes Rollenfach zu schaffen, das sie ganz alleine besetzt.

"Ausnahme-Schauspielerin": Bayerischer Kunstförderpreis 2015 für Valery Tscheplanowa
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"Zement" eröffnet das 51. Berliner Theatertreffen

Mit der Aufführung von "Zement" beginnt das diesjährige Theatertreffen am Freitag, 2. Mai 2014. "Zement" von Heiner Müller ist Dimiter Gotscheffs letzte Regiearbeit und die fünfte Inszenierung des im Oktober 2013 verstorbenen Regisseurs, die zum Theatertreffen eingeladen wurde. Die Premiere am Münchner Residenztheater war am 5. Mai 2013. Mit einem eigenen "Focus Gotscheff" ehrt das Theatertreffen die Arbeit dieses großen Theatermanns. Die Juryentscheidung für Dimiter Gotscheffs letzte Regiearbeit "Zement" nimmt das Festival zum Anlass, die Theaterarbeit des Regisseurs in den Mittelpunkt zu rücken.

"Zement" eröffnet das 51. Berliner Theatertreffen
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Resi mit zwei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen 2014

"Eine starke Auszeichnung für unser Ensemble"

Am 3. Februar gab die Jury des Berliner Theatertreffens die Auswahl des diesjährigen Festivals bekannt. Das Residenztheater ist gleich mit zwei Produktionen unter den "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des Jahres: Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement" und Frank Castorfs Inszenierung von "Reise ans Ende der Nacht" nach Louis-Ferdinand Céline! Intendant Martin Kušej freut sich über die beiden Einladungen: "Ich freue mich besonders mit den Schauspielern, weil diese Einladung eine starke Auszeichnung für unser Ensemble ist, und mit den technischen Abteilungen, die an beiden Abenden einen riesigen Anteil haben. Und natürlich denke ich in diesem Moment intensiv an Dimiter Gotscheff und bin froh und dankbar, dass wir diese Arbeit noch miteinander machen durften."

Resi mit zwei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen 2014
Zement

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von Heiner Müller

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Eurydice :: Noir Désir

Eurydice :: Noir Désir

Ein Projekt von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff

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Die Ratten

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von Gerhart Hauptmann

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