STILLE NACHBARN INHALTSANGABE

Azar Mortazavi beschreibt einen Mikrokosmos von vier Menschen, die wie einsame Planeten zu ihrem je eigenen Weg verdammt scheinen, während sie unvermeidlich die Bahnen der anderen beeinflussen, diese kreuzen und dabei manchmal kollidieren. Charlotte Grau, demenzkrank, verliert schon seit längerem das Gefühl für Ereignisse und Zeit. Angst bestimmt ihr Leben: "Man wird uns aussaugen, wie der Marder das Kaninchen meines Kindes." Isabell, die ewig ungeliebte Tochter, sucht ihre Verlorenheit und ihre "verborgenen Wünsche" mit dem Leben der stillen Nachbarin Leyla zu füllen. Leyla hofft auf eine gemeinsame Zukunft mit ihrem Freund Ibrahim. Doch das private Glück der Kleinfamilie scheint Ibrahim nicht möglich. Es passiert, was passieren muss. Das Außen dringt in die private Welt der Figuren und erschüttert das Leben und die Beziehungen der Nachbarn. Dabei sitzen sie doch alle in einem Boot mit ihrer Sehnsucht, ihrer Verzweiflung und ihrer Einsamkeit.

 

STILLE NACHBARN (FOTOGALERIE)

"Wer sind wir, wenn wir unsere Welten verlieren? / Wohin lösen wir uns auf?" (Morta-zavi, Stille Nach-barn)

 

Marstalljahresplan

Am Ende (fast) jeder Spielzeit stand in den vergangenen Jahren ein Wochenende mit rasch und wendig erarbeiteten Inszenierungen von jungen Regisseurinnen und Regisseuren, Assistentinnen und Assistenten, sowie Regie-Studierenden der Theaterakademie August Everding. Was Marstallplan hieß, wird in unserer letzten Spielzeit zum Marstalljahresplan: drei Wochenenden mit jeweils zwei Premieren von jungen Regisseurinnen und Regisseuren über die Spielzeit verteilt, die auch über das Premierenwochenende hinaus in weiteren Aufführungen zu erleben sind.

Marstalljahresplan
Stille Nachbarn

Stille Nachbarn

von Azar Mortazavi

STILLE NACHBARN