Einladung zum Berliner Theatertreffen 2017 für "Die Räuber"

als eine der "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des vergangenen Jahres

Wie die Berliner Festspiele mitteilen, ist das Residenztheater mit Ulrich Rasches Inszenierung von Schillers "Die Räuber" zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen. Die Inszenierung gehört damit zu den "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des vergangenen Jahres, eine der höchsten Auszeichnungen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

Am 7. Februar 2017 hat die Jury, bestehend aus Margarete Affenzeller, Eva Behrendt, Till Briegleb, Dorothea Marcus, Christian Rakow, Stephan Reuter, Shirin Sojitrawalla die Auswahl für das 54. Theatertreffen bekannt gegeben. Es wurden 377 Inszenierungen in 63 deutschsprachigen Städten besucht. 666 Voten gingen bei uns ein und die einzelnen Juroren haben jeweils zwischen 61 und 111 Inszenierungen gesehen. Insgesamt wurden 38 Inszenierungen vorgeschlagen und diskutiert.

In der Jurybegründung heißt es: "In einer Epoche der aufkommenden Massenbewegungen, da sich Demokratiefeinde auf Marktplätzen wie auf Social-Media-Plattformen gegen die offene Gesellschaft formieren, bietet Ulrich Rasches eigenwillig strenges und über Jahre verfeinertes Chortheater das Kunstwerk der Stunde. Rasche platziert seine Spieler*innen auf riesigen Laufbändern, die wie Panzerketten rotieren, sich gen Himmel heben und gen Abgrund neigen. Egal ob der Moor’sche Haushalt, der vom Intriganten Franz gekapert wird, oder die Räuberhorde um Karl Moor – alle schreiten wie Galeerensklaven einher; alle geraten in den Sog der Masse, den Rasches Komponist Ari Benjamin Meyers mit meditativen, archaischen Trommelkompositionen kongenial orchestriert. An diesem opernhaften, düsteren Abend verdichten sich die Durchbruchsphantasien und die Kritik der Instanzen, die Schillers Protagonist*innen entflammen, zum apokalyptischen Mahnmal."

Die gesamte Auswahl des Theatertreffens 2017 sowie weitere Informationen zu diesem Festival finden Sie hier.

"Die Räuber" mit dem "Nestroy" Theaterpreis ausgezeichnet

Das monumentale Mensch-Maschine-Musik-Theater wurde als "beste deutschsprachige Aufführung" mit dem wichtigsten österreichischen Theaterpreis ausgezeichnet.

"Die Räuber" mit dem "Nestroy" Theaterpreis ausgezeichnet

"Die Räuber" am 11. NOV um 20:55 UHR auf 3sat

Die Aufzeichnung der Inszenierung im Fernsehen

Die Inszenierung wurde von 3sat an zwei Tagen im Resi aufgezeichnet und war beim Berliner Theatertreffen auf Leinwand zu sehen. Am 11. November 2017 um 20:55 Uhr zeigt 3sat die Aufzeichnung der Inszenierung. Im Vorfeld wird bereits um 20:15 Uhr die Reportage "Wahnsinnswerke" über die Darsteller der ungleichen Brüder Moor, Katja Bürkle und Franz Pätzold ausgestrahlt.

"Die Räuber" am 11. NOV um 20:55 UHR auf 3sat

Technik, die begeistert

Diese Spielzeit startete spektakulär mit der Premiere von Ulrich Rasches Inszenierung von Schillers "Die Räuber". Neben den 19 Darstellern spielt auch die gigantische Bühnenkonstruktion eine Hauptrolle. Wir haben Paul Demmelhuber und Michael Brousek gebeten, rückblickend die fast einjährige Arbeit für unseren Blog aufzuschreiben. MEHR ...
Technik, die begeistert

DIE RÄUBER INHALTSANGABE

Karl und Franz sind zwei Brüder, die seit ihrer Kindheit um die Gunst des Vaters konkurrieren. Karl, der ältere und Lieblingssohn, ist zum Studieren nach Leipzig gegangen und „liederlich“ geworden. Die Chance der Nähe zum Vater nutzt der jüngere Bruder. Franz unterschlägt einen reuevollen Brief Karls und bringt den Vater dazu, ihn zu verstoßen. Vernunft und Berechnung sind ihm Waffen, um sich aus seiner unterprivilegierten Lage zu befreien und sich jenseits aller sozialen Bindungen und Normen neu zu erfinden.

DIE RÄUBER INHALTSANGABE

DIE RÄUBER (FOTOGALERIE)

Die Räuber

Die Räuber

von Friedrich Schiller

Die Räuber

Das Haus

Das Residenztheater ist eines der größten und bedeutendsten Sprechtheater Deutschlands und zeigt mit seinem großen Ensemble unter der Intendanz von Martin Kušej internationale Dramatik von Shakespeare und Schiller über Ibsen bis zur Gegenwart sowie experimentelle und offene Formen wie die Theaterabende von Oliver Frljić, Milo Rau oder Bernhard Mikeska.

Das Haus