DIE ERDE IST GEWALTIG SCHÖN, DOCH SICHER IST SIE NICHT

Texte über die ästhetische Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen 2011-2019

JETZT AN DER TAGESKASSE ODER BEI JEDER #RESI-VORSTELLUNG ZU HABEN!

 

Die Intendanz Martin Kušejs am Münchner Residenztheater von 2011 bis 2019 umfasst acht politisch dramatische Jahre: von den Hoffnungen des Arabischen Frühlings bis zur Krise der liberalen Demokratien, von Europadämmerung bis NSU. Martin Kušej und sein Ensemble verstanden ihre Arbeit immer als künstlerische Auseinandersetzung mit dieser Gegenwart und öffneten das traditionelle Theater für neue Formen. Der Rückblick auf diese Jahre verbindet zeitdiagnostische Essays internationaler Autorinnen und Autoren über unsere Welt und das Theater mit Erinnerungen aus dem künstlerischen Team um Martin Kušej. Notizen und Fotos dokumentieren einzelne Inszenierungen. Dieses Buch richtet sich nicht nur an das Publikum des Residenztheaters, sondern an alle, die das Theater als einen unverzichtbaren Ort der gesellschaftlichen Debatte verstehen.


>>> Inhaltsverzeichnis

Das Buch "Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht" gibt es in der Tageskasse am Marstallplatz 5 und im Buchhandel - sowie bei allen Vorstellungen im Cuvilliéstheater + im Marstall für 25 Euro zu kaufen.

 

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I. MACHT BRAUCHT ZEUGEN fragt, wo wir stehen: "Wer regiert mit welcher Legitimation? Auf welche Traditionen stützt sich die Demokratie? Regiert uns allein der Markt? Widersprechen sich Freiheit und Glück?" An einer Antwort versuchen sich der Philosoph Srećko Horvat, der Journalist Hans-Dieter Schütt, der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey, Theaterwissenschaftler Christopher Balme, die Extremismusforschenden Julia Ebner und Jakob Guhl sowie Chefdramaturg Sebastian Huber.

I. MACHT BRAUCHT ZEUGEN
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II. FREIHEIT EXISTIERT NUR IM SINGULAR fragt, wie weit wir schon waren: "Wie verwandeln wir Literatur in Wirklichkeit? Wieso endet jede Revolution als Bluttümpel? Wie viel politische Romantik können wir uns leisten? Leben wir in einer Coverversion der 1920er-Jahre? Wie sinnvoll ist Aktivismus?" Stellung dazu nehmen der Literaturkritiker Volker Weidermann, die aktivistische Filmemacherin Astra Taylor, der Videoschnipselhermeneutiker Jürgen Kuttner, Schauspielerin Bibiana Beglau sowie die Dramaturgin Andrea Koschwitz.

II. FREIHEIT EXISTIERT NUR IM SINGULAR
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III. WER KEINEN FEIND MEHR HAT, TRIFFT IHN IM SPIEGEL reflektiert, wer oder was uns antreibt: "Wie viel Abhängigkeit der einen braucht die Unabhängigkeit der anderen? Was ist ein Held? Was ein Ego-Shooter? Wie reagieren wir auf die Begrenzung unseres Willens? Sind wir Menschen mehr, als die Ökonomie uns zubilligt?" Neben Essays der Autor*innen Michael Jäger und Katrine Marçal sowie den Dramaturginnen Angela Obst und Anna Gschnitzer, lebt dieses Kapitel von Gesprächen mit den Schauspieler*innen Werner Wölbern, Aurel Manthei und Franz Pätzold, Juliane Köhler, Sophie von Kessel und Thomas Loibl.

III. WER KEINEN FEIND MEHR HAT, TRIFFT IHN IM SPIEGEL
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IV. WO GEHST DU HIN, WENN DU SAGST, DASS DU NACH HAUSE GEHST? fragt nach Handlungsmöglichkeiten: "Wie zeigt sich Rassismus im Alltag? Wer diskriminiert da eigentlich? Was heißt übersetzen? Wie können wir Wirklichkeit verändern?" Was wir konkret tun können, überlegen Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck, Bloggerin Tunay Önder, die Sozialwissenschaftlerin Miriam Heigl und Theaterregisseur Oliver Frljić sowie die Dramaturg*innen Laura Olivi und Götz Leineweber.

IV. WO GEHST DU HIN, WENN DU SAGST, DASS DU NACH HAUSE GEHST?
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V. DIE REALITÄT IST FÜR DIEJENIGEN, DIE IHRE TRÄUME NICHT AUSHALTEN fragt zum Abschluss, warum wir eigentlich weiter spielen: "Wo ist heute der spezifische Ort des Spiels? Besteht die Freiheit darin, dass wir uns dem Spiel ausliefern? Was kann das Theater leisten? Wie endet das alles?" Hier überlegt der Theaterkritiker C. Bernd Sucher, was es heißt zu spielen, während der Philosoph und Germanist Christoph Menke im Gespräch über ästhetische Dummheit reflektiert.

V. DIE REALITÄT IST FÜR DIEJENIGEN, DIE IHRE TRÄUME NICHT AUSHALTEN
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Marissa Biebl (Vorsitzende des Vereins der Freunde des Residenztheaters) zum Theaterbuch "Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht!":

"Wir vom Freundeskreis des Residenztheaters haben dieses Buch bewusst gefördert. Es ist mehr, als eine bebilderte Auflistung von Inszenierungen und deren Mitwirkenden, wie es sie sonst am Ende einer Intendanz gibt. Ich finde, dass die meisten Texte sehr mutige Beiträge zu höchst aktuellen
gesellschaftspolitischen
Fragen und Diskussionen sind. Sie weiten unseren Blick auf das, was da gerade in unserer Gesellschaft passiert, wenn sie z.B. versuchen, dem Phänomen des Rechtsrucks in Europa nachzuspüren. Mir haben aber auch die Interviews mit den Resi-Schauspielern und die ganz persönlichen Betrachtungen von Künstlern, die in den fast neun Jahren am Resi gearbeitet haben gefallen. Mein Favorit ist ein nur vordergründig witzig geschriebener Text von Marius von Mayenburg über die Menschen, die am Theater arbeiten (alle gestört) - unbedingt lesen!"

Marissa Biebl zum Theaterbuch "Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht!"
Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht!

Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht!

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