Das Residenztheater trauert um Wilfried Minks

Der Regisseur und Bühnenbildner Wilfried Minks ist am 13. Februar 2018 im Alter von 87 Jahren verstorben.

Wilfried Minks wurde 1931 in Binai, im heutigen Tschechien, geboren und wuchs später in Sachsen auf, wo er zunächst eine Ausbildung zum Theatermaler absolvierte. Von 1955 bis 1957 studierte er bei Bühnenbildner und Regisseur Willi Schmidt in Berlin, bevor er als Bühnenbildassistent in Stuttgart begann. In den 1960er Jahren wurde er durch seine stilbildenden Bühnenbilder für Rainer Werner Fassbinder, Michael Grüber, Peter Zadek, Peter Stein und Kurt Hübner u. a. bekannt. Seine Arbeit als Bühnenbildner gab wichtige Impulse für die Entwicklung des Regietheaters. Bei seiner ersten Arbeit am Bayerischen Staatsschauspiel war er noch allein als Bühnenbildner tätig – bei Johannes Schaafs Inszenierung von "Was ihr wollt" 1969. Selbst zu inszenieren begann er in den 1970er Jahren und widmete sich neben den klassischen Stoffen immer wieder der zeitgenössischen Dramatik.

So brachte er 1984 "Plattling" von Herbert Achternbusch im Marstall zur Aufführung ebenso wie im gleichen Jahr Calderóns "Das Leben ein Traum" und "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia Lorca im Residenztheater. Für Regie und Bühne zeichnete er auch 1985 bei der Inszenierung von Peter Schneiders "Totoloque" im Residenztheater verantwortlich. In den 1990er Jahren inszenierte er am Bayerischen Staatsschauspiel Sophokles' "Oedipus" als auch die Uraufführung von Albert Ostermaiers "The Making Of. B.-Movie" im Cuvilliéstheater. Zuletzt brachte er zu Beginn der Intendanz von Martin Kušej im Residenztheater "Zur Mittagsstunde" des amerikanischen Dramatikers Neil Labute zur Deutschsprachigen Erstaufführung.