Das goldene Vlies

INHALTSANGABE

Nach Jahren der Flucht erbitten Jason und Medea von König Kreon für sich und ihre Kinder Hilfe und Asyl. Nach Kreons Willen dürfen Jason und seine Söhne bleiben, Medea dagegen, die Barbarin, soll das Land verlassen und weiterziehen. Obwohl Medea das fluchbeladene goldene Vlies tief in der Erde begraben und sich zum Zwecke einer erwünschten Integration von ihren Zauberkräften verabschiedet hat, weist man sie aus. In einem ersten Tagtraum(a) erinnert sie sich an ihre früheste Jugend: Ihr Vater Aietes tötete aus Furcht vor den Kolonisatoren mit ihrer Hilfe den „Gastfreund“ Pryxus und eroberte das goldene Vlies. Durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit gewinnt Medea Klarheit. Sie bekennt sich zu ihrer Schuld, begegnet Kreon und seiner Tochter Kreusa mit Offenheit und bittet um Verständnis für ihre Situation. Kreusa verbindet eine tiefe Jugendliebe mit Jason, der sich, durch die Jahre der Rastlosigkeit erschöpft, nach Ruhe und einem Zuhause für sich und seine Kinder sehnt. Medea spürt, wie sie Jason an Kreusa verliert.  Wieder ereilt sie die Erinnerung. In einem zweiten und dritten Tagtraum(a) erscheint ihr Jason als der fremde Verführer, der sie gegen ihren Willen um den Preis des Vlieses erobert hat. Immer deutlicher wird ihr Ausgeliefertsein gegenüber Jasons imperialem Vorgehen. In ihren Tagträumen klärt Medea ihre Beziehung und macht sich bereit für Veränderung. Doch dann verlangt König Kreon, von den Herolden des Volkes unter Druck gesetzt, die Übergabe des magischen Widderfells. Medea, auf ihre barbarischen Ursprünge zurückgeworfen, tötet unter den Sternen des griechischen Götterhimmels ihre Kinder und setzt Kreons Palast in Flammen.

Das goldene Vlies

Das goldene Vlies

von Franz Grillparzer

Das goldene Vlies