"Ausnahme-Schauspielerin": Bayerischer Kunstförderpreis 2015 für Valery Tscheplanowa

Valery Tscheplanowa, die seit 2013 dem Resi-Ensemble angehört, wird für ihre Arbeit am Residenztheater mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2015 in der Sparte "Darstellende Kunst" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, die weiteren Preise gehen an Schauspieler Jacob Keller sowie an die beiden Sänger Danae Kontora und Ludwig Mittelhammer.

Torquato TassoTorquato TassoDie Jury hält Valery Tscheplanowa für eine "hinreißende Ausnahmeschauspielerin", die bisweilen wie ein Wesen aus einer Zwischenwelt erscheine, und einen rätseln lasse, ob sie gerade dabei ist, sich ein eigenes Rollenfach zu schaffen, das sie ganz alleine besetzt. Ob im Kinderstück über die Irrfahrten des Odysseus, in der Tanztheater-Produktion "The Land" mit der belgischen Compagnie Peeping Tom oder in der letzten Inszenierung des Regisseurs Dimiter Gotscheff von Heiner Müllers "Zement" – immer wieder brächten die Figuren der Valery Tscheplanowa Nachrichten aus einer sehr fernen Welt mit, die sie einem auf unnachahmlich dringliche Weise nahebringe. Sie könne aber auch anders: als Torquato Tasso zeige sie mit enormer Intensität und berückender Offenheit einen jungen Künstler, dem noch das Scheitern zur großen Selbstbehauptungsgeste gerät.

Valery Tscheplanowa, geboren 1980, studierte zunächst Tanz an der Palucca Schule Dresden und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule für Schauspiel "Ernst Busch" in Berlin, bevor sie dort ihr Schauspielstudium absolvierte. Nach Stationen am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt ist sie seit der Spielzeit 2013/2014 fest am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert. In ihrer Rolle als Njurka in "Zement" erregte sie Aufsehen und erhielt im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2014 den Alfred-Kerr-Darstellerpreis. 

"Mit den Bayerischen Kunstförderpreisen zeichnen wir herausragende bayerische Nachwuchskünstlerinnen und -künstler aus", betonte Kunstminister Ludwig Spaenle. "Unsere Preisträger in der Sparte Darstellende Kunst haben durch ihr Spiel auf der Bühne nicht nur die Jury beeindruckt. Der Preis soll für unsere jungen Talente nicht nur Anerkennung, sondern auch ein Ansporn für ihre weitere Entwicklung sein", so Spaenle weiter. Für ihr weiteres Schaffen wünschte der Minister den Preisträgerinnen und Preisträgern viel Erfolg.

Der Bayerische Kunstförderpreis wird jährlich in den vier Sparten "Bildende Kunst", "Darstellende Kunst", "Musik und Tanz" sowie "Literatur" vergeben. Die Preisträger sollen in Bayern leben, dort ihren Schaffensmittelpunkt haben und dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Voraussetzung ist zudem, dass sie über eine außergewöhnliche künstlerische Begabung verfügen und durch herausragende Leistungen hervorgetreten sind. Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag von Fachjurys vergeben.

Die feierliche Verleihung der Preise erfolgt am 11. November durch Kunstminister Dr. Spaenle in der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Resi-Ensemblemitglied Valery Tscheplanowa erhält den diesjährigen Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers/einer jungen Schauspielerin im Rahmen des Theatertreffens für ihre Rolle der "Njurka" in Dimiter Gotscheffs Inszenierung von "Zement", mit der das 51. Berliner Theatertreffen am 2. Mai eröffnet wurde. Die Allein-Jurorin Edith Clever hat nach Besuch aller zum Theatertreffen 2014 eingeladenen Inszenierungen diese Entscheidung getroffen. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Die Preisverleihung fand am letztes Tag des des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele statt.

Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014
Torquato Tasso

Torquato Tasso

von Johann Wolfgang Goethe

Torquato Tasso
The Dark Ages

The Dark Ages

Ein Projekt von Milo Rau

The Dark Ages
The Land

The Land

Eine Produktion des Residenztheaters in Kooperation mit Peeping Tom

The Land
Zement

Zement

von Heiner Müller

Zement