"Der Tod einer schönen Frau ist unzweifelhaft der poetischste Gegenstand der Welt."
E. A. Poe
"Erweiterung des Bewusstseins durch Grusel"
Im Gespräch mit dem Kulturvollzug schildert Puppenspielerin und Regisseurin Suse Wächter ihre Poe-Inszenierung mit Schauspielerern und Puppen: "Warum nicht mal das Unheimliche suchen? Puppen sind ja etwas zwischen Subjekt und Objekt, zwischen tot und lebendig. Das ist auch ein Motiv Poes."
DER UNTERGANG DES HAUSES USHER (FOTOGALERIE)
E. A. Poe: Theaterratten
Die wohlbekannte Truppe der Ratten im Theater kennt, so heißt es, ihr Stichwort bestens. Ihre Vorstellung zu sehen ist das Eintrittsgeld wert. Durch langes Proben verstehen sie sich darauf, präzise die Zeit zu bestimmen, da der Vorhang sich hebt, insgleichen akkurat den Grad, in welchem das Publikum von dem, was vorgeht, in Bann geschlagen ist. Auf das Klingelzeichen hin brechen sie hervor; durchforschen das Parkett nach gelegentlichen Erdnüssen und Apfelsinenschalen.
Schillers "Luise Millerin" und die absolute Liebe
Eine junge Musikertochter liebt den Sohn des Präsidenten. Über soziale Stände und politische Karriereplanungen einer streng hierarchisch strukturierten Gesellschaft hinweg bleibt für die Liebe von Ferdinand von Walter und Luise als ersehnter "dritter Ort" nur der Tod. Friedrich Schiller hatte sein bürgerliches Trauerspiel ursprünglich nach seiner Titelheldin "Luise Millerin" benannt. Seit 230 Jahren gerät diese junge Frau im Kampf um ihre Liebe ins Getriebe von Claims und Lügen, Misstrauen und Intrigen und scheitert – scheitert immer und immer wieder.
Death is not the end
Edgar Allan Poe: Die Philosophie dichterischen Schaffens (Analyse des "Raben")
Zuvörderst kommt die Frage der Ausdehnung in Betracht. Ist ein schriftstellerisches Werk zu lang, als dass man es auf einmal zu Ende lesen kann, so müssen wir notgedrungen auf die sehr erhebliche Wirkung verzichten, welche sich aus der Einheit des Eindrucks herleiten lässt.
"Zwei, die sich zermürben"
Amélie Niermeyer im AZ-Interview
Zur Premiere von "Kabale und Liebe" sprach Regisseurin Amélie Niermeyer im Interview mit der Abendzeitung über ihre ungewöhnliche Besetzung, Schillers Pathos und zwei Hauptfiguren, die sich zermürben: "Diese Liebe hätte auch ohne Intrige keine Sicherheit, weil das Vertrauen fehlt. Diese Liebe zermürbt sich selbst. Ferdinand fällt auf die Intrige rein, weil er nicht vertraut. Der Anspruch ist, dass die Liebe täglich wachsen muss. Tut sie es nicht, ist es ein Scheitern."
Kabale und Liebe Programmheft (PDF)
KABALE UND LIEBE (FOTOGALERIE)
"Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe!"
Friedrich Schiller, "Kabale und Liebe"
Resi auf Reisen
Internationale Kooperationen und Gastauftritte des Residenztheaters
Seit Martin Kušej die Intendanz des Residenztheaters übernommen hat, präsentiert sich das Residenztheater verstärkt auf der ganzen Welt: Neben weltweiten Gastauftritten und internationalen Kooperationen gibt es einen regelmäßigen Gastspiel-Austausch mit Theatern und Theatergruppen aus ganz Europa.
JEAN PAUL FESTIVAL
21. bis 24. März 2013 im Marstall
Das Münchner Residenztheater feiert den großen bayerischen Provinz- und Weltdichter Jean Paul mit einem Festival im Marstall, kuratiert von Albert Ostermaier.
JUNGES RESI Programm 2012/2013 (PDF)
Virtuelles Nachtkritik-Theatertreffen
Herbert Fritschs Inszenierung von "Der Revisor" am Residenztheater wurde beim "virtuellen Theatertreffen 2013" des Internetportals Nachtkritik unter die zehn wichtigsten Inszenierungen des vergangenen Jahres gewählt.
JUNGES RESI AKTUELL
Im März bietet das JUNGE RESI u.a. eine Lehrerfortbildung zu "Kabale und Liebe" an sowie inszenierungsvorbereitende Workshops für "Gyges und sein Ring".
Lola Montez Programmheft (PDF)
"Wer immer hofft, stirbt singend. Das einzig relevante Genre unserer Zeit ist die Operette!"
Jürgen Kuttner
LOLA MONTEZ (FOTOGALERIE)
Mein Streben. – Der Kampf der Welt. – Religion. – Politik. – Philosophie.
aus den Memoiren der Lola Montez (Gräfin von Landsfeld)
Wir stehen an dem Schlusse dieser Memoiren. Zwar noch viel, sehr viel könnte ich niederschreiben. Ich könnte noch manche männliche Thorheit enthüllen, auch noch von mancher weiblichen Schwäche erzählen. Aber ist es nöthig, daß man Alles ausplaudert, was man weiß?
LOLA UND LUDWIG
von Peter Hacks
Sie saß auf seinem Lederknie
Und spielte ihm im Barte,
Die Oberlippe wölbte sie,
Die maurisch leicht behaarte,
Zum sanften Kusse ihm hinan,
Ihr Aug, das irisch blaue,
Es sprach: Du bist der erste Mann,
Dem ich mein Herz vertraue.






