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von William Shakespeare
19:00 Residenztheater
Infos

Der reguläre Vorverkauf beginnt einen Monat vor der jeweiligen Vorstellung. Fällt der Vorverkaufstermin auf einen Sonn- oder Feiertag, beginnt der Verkauf bereits am Werktag davor. Änderungen vorbehalten.

! = Premiere

"Die Fessel hat kein Loch als in die Fessel
Und keinen Freund als deinen Feind hast du."

Heiner Müller, "Philoktet"

"Die Verteidigerin"

Interview mit Meike Droste

Vor der Premiere von "Das goldene Vlies" sprach Medea-Darstellerin Meike Droste, die zum ersten Mal am Residenztheater arbeitet, mit der Süddeutschen Zeitung über ihre Rolle in der ARD-Serie "Mord mit Aussicht", Bühnenmorde und vor allem über ihre Sicht auf Grillparzers Medea-Figur: "Für mich erlischt in dem Moment etwas in ihr, der Mord an den Kindern ist absolute Rache an dem, der sie verraten hat und gleichzeitig ein nicht anders können, weil sie alles verloren hat. Und vor allem ist er die Erfüllung eines Fluchs, der am Beginn der Geschichte steht."

"Die Verteidigerin"

DAS GOLDENE VLIES (FOTOGALERIE)

Die Rolle des Verfassungsschutzes im NSU-Prozess

BR-Aufzeichnung von "Alltag und Rassismus" zum Nachhören

Am Samstag wurde im Anschluss an die Vorstellung "Urteile" über die Münchner Opfer des NSU die Diskussionsreihe "Alltag und Rassismus" fortgesetzt. Antonia von der Behrens und Yavuz Narin, beides Anwälte der Nebenkläger im NSU-Prozess, sowie Florian Ritter, Mitglied des Bayerischen Untersuchungsausschusses NSU, diskutierten über die Rolle des Verfassungsschutzes im NSU-Prozess: Schützt der Verfassungsschutz oder gefährdet er unsere Sicherheit? Der NSU-Prozess deckt zahlreiche Sicherheitslücken auf und ermittelt exemplarisch zu Fragen unser aller "Staats"-Sicherheit. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ina Krauss (Bayern 2).

Die Rolle des Verfassungsschutzes im NSU-Prozess

"Aktuell, bitter und schmerzhaft"

Goethe Institut über "Balkan macht frei"

Für das Goethe Institut beschreibt Journalist Jürgen Berger, wie Theaterautorinnen und -autoren auf aktuelle Krisen und Kriege reagieren, indem sie die Abschottungstendenzen des saturierten Mittelstandes dieser Welt akzentuieren. Über Oliver Frljićs Inszenierung "Balkan macht frei" im Marstall schreibt er: "Frljić hat (...) nicht zuletzt mit einer realen Waterboarding-Szene vorgeführt, wie aktuell, bitter und schmerzhaft Theater sein kann."

"Aktuell, bitter und schmerzhaft"

"Weil eine Fremd' ich bin, aus fernem Land,

Verachten sie mich, sehn auf mich herab,

Und eine scheue Wilde bin ich ihnen,

Die Unterste, die Letzte aller Menschen."

Franz Grillparzer, "Das goldene Vlies"

"Wer ist wir und wer sind die?"

SZ-Interview mit Maximilian Dorner

Im Rahmen der Initiative "Was geht? Kunst und Inklusion" zeigte das Residenztheater im November 2015 unter dem Titel "Freaks (1932-2015)" eine szenische Lesung von Tod Brownings Film "Freaks" mit Filmausschnitten im Marstall. Vorab sprach die Süddeutsche Zeitung mit Regisseur und Autor Maximilian Dorner, der die Rolle der Cleopatra übernahm: "Wer ist wir und wer sind die? Er gibt ein Bewusstsein dafür, dass wir und die gar nicht so weit voneinander entfernt sind."

"Wer ist wir und wer sind die?"
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FAUST-Preis für Bibiana Beglau

Wichtigster Theaterpreis für Bibiana Beglaus Rolle als Mephisto in Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung

Am 14. November 2015 wurde Residenztheater-Ensemblemitglied Bibiana Beglau für ihre Rolle als Mephisto in Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung in der Kategorie Darsteller/Darstellerin Schauspiel mit dem deutschen Theaterpreis FAUST ausgezeichnet. Der FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. In ihrer Dankesrede forderte Bibiana Beglau die Theater dazu auf, ihre Kunst mit allen zu teilen und die Zuschauerräume auch für alle Geflüchteten zu öffnen.

FAUST-Preis für Bibiana Beglau
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Frisch gestrichen

SZ zu Besuch im Malersaal

Vor der großen Familien-Premiere von "Pinocchio" war die Süddeutsche Zeitung zu Besuch bei den Theatermalern im Malersaal und hat die aufwendigen Handarbeiten für das "Pinocchio"-Bühnenbild dokumentiert: "Vier Theatermaler rutschen, krabbeln und steigen in Socken zweieinhalb Wochen lang über das am Boden ausgelegte Prospekt, jeder zeichnet etwas anderes. Meist stehend, mit einem langen Pinsel, weil das rückenschonender ist."

Frisch gestrichen

Immer zwei Nasenlängen voraus

Münchner Merkur blickt hinter die Kulissen

Wie bekommt Pinocchio seine lange Nase? Der Münchner Merkur hat hinter die Kulissen geschaut und "Pinocchio"-Schauspieler Philip Dechamps in der Maske besucht. Doch wie die Tricknase aus der Rüstkammer funktioniert, die Pinocchios Nase live auf der Bühne wachsen lässt, bleibt weiter ein Geheimnis: "Wie aus Dechamps’ kleinem Edelzinken auf der Bühne mit Hilfe von großer Raffinesse ein Gigant wird, will im Residenztheater keiner verraten. Das wäre glatt so, als ob ein Magier seine Tricks preisgäbe."

Immer zwei Nasenlängen voraus
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"Vertrauen kann ich nur mir und dem Bau."
Franz Kafka "Der Bau"

"Ich stehe morgens auf und war immer achtzehn"

von John Cassavetes

Jetzt bin ich keine achtzehn mehr und neunzig Prozent meines aktiven Lebens sind vorbei. Ich habe immer jung ausgesehen. Und plötzlich werde ich achtundvierzig. Ich schaue mich im Spiegel an und denke: Was ist denn das für eine bescheuerte Fresse?

"Ich stehe morgens auf und war immer achtzehn"