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von Johann Wolfgang Goethe
20:00 Residenztheater

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20:00 Marstall Café
Infos

Der reguläre Vorverkauf beginnt einen Monat vor der jeweiligen Vorstellung. Fällt der Vorverkaufstermin auf einen Sonn- oder Feiertag, beginnt der Verkauf bereits am Werktag davor. Änderungen vorbehalten.

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Marstallplan: "Luxus braucht Sklaverei"

Zum Ende der Spielzeit wartet das Residenztheater noch einmal mit fünf Premieren in zwei Tagen auf: Der Marstallplan ist ein Minifestival in unserer kleinsten Spielstätte, das jungen Regisseuren eine Plattform bereitstellt, um sich auszuprobieren und ihre Arbeiten gemeinsam zu zeigen. Der Marstallplan 2015 steht unter dem Thema "Luxus braucht Sklaverei": Wie leben wir und auf wessen Kosten? Wer zahlt den Preis von Luxus und Wachstum? Und wo bleibt die persönliche Möglichkeit einer Wahl oder eines Eingriffs? Wo die Chance auf Veränderung? Das Sommerfestival Marstallplan 2015 stellt sich diesen Fragen und lädt junge Regisseure zum Thema ein.

Marstallplan: "Luxus braucht Sklaverei"

"Bosnien, ein Land voller Nichts. Ich zog weg und fand die Last meiner Träume."
Oliver Frljić, "Balkan macht frei"

Identität und Heimatverlust

Interview mit Oliver Frljić

Vor der Uraufführung von "Balkan macht frei" im Marstall sprach die Abendzeitung mit Autor und Regisseur Oliver Frljić über Identität, Heimatverlust und seine Arbeit hier in Deutschland: "Ich finde es ehrlicher, meine Biografie und Meinungen in die Performance zu werfen. Wir reden in Europa immer über Menschenrechte, schließen aber systematisch eine Menge Menschen genau davon aus. Ich bin jetzt ein Bosnier in Deutschland mit einem Arbeitsvertrag. Klar, ich bin nicht auf der Baustelle, sondern im Theater. Aber ich thematisiere auch, wie ich mich auf diesem westlichen Markt behaupten und anbieten muss."

Identität und Heimatverlust

Balkan macht frei Programmheft (PDF)

Balkan macht frei Programmheft (PDF)
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BALKAN MACHT FREI (FOTOGALERIE)

ICH ICH ICH (FOTOGALERIE)

TAG DER KULTURELLEN VIELFALT

21. Mai 2015: Aktionstag gegen TTIP, CETA & Co

Seit Juli 2013 finden die Verhandlungen zu TTIP – der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft – zwischen den USA und der EU statt. Ziel dieses Freihandelsabkommens ist insbesondere der Abbau von Handelshemmnissen innerhalb des gemeinsamen Wirtschaftsraumes.

Welche Auswirkungen TTIP auf den europäischen Kulturbetrieb haben wird, ist unklar. Zwar wird in der Präambel der Leitlinien für die Verhandlungen den Vertragsparteien ausdrücklich das Recht eingeräumt, Maßnahmen u. a. zur Förderung der kulturellen Vielfalt – wie im UNESCO-Übereinkommen von 2005 festgeschrieben – zu treffen; ob der Kulturbereich damit von TTIP ausgenommen ist, ist jedoch offen. Wird Kultur als Ware gesehen und die öffentliche Förderung von Kulturinstitutionen damit als Handelshemmnis gewertet, das zu einer Wettbewerbsverzerrung führt? In der Finanzierung durch die öffentliche Hand im Gegensatz zu privatem Mäzenatentum und Sponsoring liegt einer der Hauptunterschiede im Kulturbetrieb zwischen Europa und den USA.

Reden Sie mit bei der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Informieren Sie sich und beteiligten Sie sich an der Debatte!

TAG DER KULTURELLEN VIELFALT

"Alle denken nur an sich. Nur ich denke an mich." 
Eugéne Labiche, "ICH ICH ICH"

Endlich wieder TheaterBar!

Nächste offene Bühne am 27. Mai im Marstall Café

Am Mittwoch, den 27. Mai 2015 um 20 Uhr im Marstall Café geben wir die Bühne wieder frei für alle Kreativen dieser Stadt!

Kommt zu uns auf die Bühne und wir schauen zu! Egal ob Student, Künstlerin oder Oma, Tante, Neffe oder Nachbar, Lehrerin, Schüler oder Senior – Jung und Alt können bei der TheaterBar mit eigenen, bekannten oder unbekannten Texten, Szenen, Songs, Artistik-, Tanz-, Gesangs- oder Slapstickeinlagen den Abend mitgestalten. Alles ist erlaubt, jeder ist willkommen – lediglich ein zeitliches Limit wird gesetzt!

Endlich wieder TheaterBar!
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Der Feind im Inneren

Martin Kušej präsentiert seine Pläne für die Spielzeit 2015 16 am Residenztheater

Am 29. April 2015 stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende Spielzeit 2015 16 am Residenztheater vor. In vielen Stücken der neuen Spielzeit am Residenztheater richtet sich der Verdacht nach innen, sitzt der (vermeintliche) Feind im eigenen Lager, stellt sich heraus, dass Richter und Täter identisch sind: Das gilt sowohl für die ganz großen klassischen Stoffe wie "Prinz Friedrich von Homburg" und den Mythos von "Ödipus" als auch für modernere Dramen wie Arthur Millers "Hexenjagd". Und insbesondere in den zeitgenössischen Stücken "Die Netzwelt" von Jennifer Haley, Ayad Akhtars Pulitzer-Preis-gekröntem Stück "Geächtet", Peter Handkes "Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rande der Landstraße" sowie in Stefano Massinis "Lehman Brothers" wird der Feind im Inneren besonders deutlich spürbar.

Der Feind im Inneren
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"Zukunft macht mir manch- mal Angst." 
JUNGES RESI, "Die Klasse"

Keine neue "Baal"-Version

Statement von Martin Kušej zum Fall "Baal"

"Das kunstfeindliche Einschreiten der Rechteinhaber gegen Frank Castorfs Inszenierung hat uns gezwungen, in den letzten Wochen gemeinsam mit dem Regisseur intensiv über diverse Möglichkeiten nachzudenken, diese Inszenierung grundlegend zu verändern und damit zu verhindern, dass dieser grandiose Abend nicht mehr gezeigt werden kann. Dabei hat sich für uns bestätigt, was wir immer wussten: Dieser Abend ist formal und inhaltlich eine radikale Interpretation von Brechts Stück. Ohne fundamentale künstlerische Einbußen ist weder die vom Verlag geforderte ‚Werkeinheit‘ wiederherzustellen, noch eine Interpretation des Stücks unter Ausschluss desselben sinnvoll denkbar."

Keine neue "Baal"-Version