Heute

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von Friedrich Schiller
19:00 Residenztheater

Heute

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von Christopher Hampton nach Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos
19:00 Cuvilliéstheater
Infos

Der reguläre Vorverkauf beginnt einen Monat vor der jeweiligen Vorstellung. Fällt der Vorverkaufstermin auf einen Sonn- oder Feiertag, beginnt der Verkauf bereits am Werktag davor. Änderungen vorbehalten.

! = Premiere

Statement von Martin Kušej

Intendant des Residenztheaters, 30. Januar 2015

"Der Suhrkamp Verlag hat uns mitgeteilt, dass er heute eine einstweilige Verfügung vor Gericht beantragen wird, um die Absetzung der zukünftigen ‚Baal‘-Aufführungen in der Inszenierung Frank Castorfs im Residenztheater zu erwirken. Wir sind über diesen Schritt des Verlags außerordentlich irritiert und kämpfen dafür, dass die Inszenierung weiterhin im Residenztheater gezeigt werden kann.

Statement von Martin Kušej

Residenztheater beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus 2015

u.a. Gastspiel des Schauspiel Köln im Marstall

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015 stehen im Zeitraum vom 16. bis 29. März 2015 neben Vorstellungen der Inszenierungen "Urteile" und "Die Lücke" – einem Gastspiel des Schauspiels Köln – zwei Diskussionsveranstaltungen der Reihe "Alltag und Rassismus" auf dem Spielplan des Residenztheaters.

Residenztheater beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus 2015

EINE ZEIT IN DER HÖLLE

ARTHUR RIMBAUD

Ich warte auf Gott wie ein Vielfraß auf Speise. Ich bin von niederer Rasse, in Ewigkeit.

So liege ich nun an bretonischer Küste. Wie doch die Städte aufleuchten am Abend! Mein Tagewerk ist getan. Ich verlasse Europa. Seewinde werden mir die Lungen ausbrennen, verlorene Klimate die Haut beizen. Schwimmen, Gras brechen, jagen, rauchen vor allem, Branntweine trinken, stark wie kochendes Metall – es treiben wie die herzigen Ahnen am Feuer.

EINE ZEIT IN DER HÖLLE

Gefährliche Liebschaften Programmheft (PDF)

Gefährliche Liebschaften Programmheft (PDF)
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Theater macht das Unmögliche zur Wahrheit

Interview mit Bibiana Beglau

Vor der Premiere von "Baal" sprach Bibiana Beglau mit dem Studentenmagazin Philtrat über Unterhaltung, die Nulllinie und Herzkranzverfettung. Und darüber, welche Funktion Theater für sie haben soll: "Es ist auf der einen Seite das unterhaltende Moment der Ablenkung wie bei allen großen Romanen oder jetzt bei den großen Serien. Aber was darin auch steckt: Wir gucken in ein anderes Leben, wir verlassen das eigene Leben und erleben durch die Geschichte der anderen einen Teil von uns selber. Bei Menschen, die keine Geschichten mehr haben, wird es sehr gefährlich, weil eine Lücke entsteht, die durch alles Mögliche, z. B. Ideologien aufgefüllt wird. Eigentlich ist es ein Liebesdienst, um uns woanders hinzubringen und dadurch die Möglichkeit zu schaffen, etwas anderes zu sehen, eine Horizonterweiterung: Ich war nie in Afrika, aber ich habe eine Geschichte gehört … Es macht das Unmögliche zur Wahrheit."

Theater macht das Unmögliche zur Wahrheit

GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN (FOTOGALERIE)

"Liebe ist etwas, das man benutzt, nicht etwas, dem man verfällt."

Christo- pher Hampton, "Gefähr- liche Lieb- schaf- ten"

Moment von Anarchie

Interview mit Frank Castorf

Vor seiner dritten Premiere am Residenztheater sprach Regisseur Frank Castorf mit der Münchner Abendzeitung über Pediga, Buhs in Bayreuth und Bertolt Brechts "Baal". Und über die Frage, ob denn sein Theater bei aller Weltkritik und apokalyptischen Stimmung irgendwelche Utopien habe: "Nein, ich würde nie jemanden mit meiner Ansicht belästigen, wie die Welt besser werden könnte. Wenn Utopie, dann liegt sie bei mir im Moment. Das Moment von Anarchie, von Vitalität ist das, was mich interessiert."

Moment von Anarchie

Münchens Kulturinstitutionen setzen Zeichen gegen Pegida

BR-Bericht über Anti-Pegida-Aktionen

Das Residenztheater und andere Münchner Kulturinstitutionen setzen eindeutige Zeichen gegen Pegida und für eine weltoffene, tolerante Stadt. Als sich am 22. Dezember Tausende Menschen am Max-Joseph-Platz versammelten, um sich eindeutig gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auszusprechen, konnte man an der Resi-Fassade lesen: "REGIDA - Residenztheater gegen Idiotisierung des Abendlandes". Cheframaturg Sebastian Huber erklärt dazu im BR-Interview, dass dieser Scherz ernst gemeint gewesen sei, insofern als jede Verengung des kulturellen Horizonts immer die Gefahr der Idiotisierung beinhalte und kulturelle Arbeit sich dagegen stellen müsse.

Münchens Kulturinstitutionen setzen Zeichen gegen Pegida

"Du musst das Tier herauslocken. In die Sonne mit dem Tier! Bezahlen! Ans Tageslicht mit der Liebe! Nackt in der Sonne unter dem Himmel!"
Bertolt Brecht, "Baal"

Spiegel Online Theater-Hits 2014

"Faust" eine der fünf besten Klassiker-Inszenierungen des Jahres 2014

Theaterkritiker von SPIEGEL und KulturSPIEGEL blicken zurück auf das vergangene Theaterjahr und haben die fünf besten Klassiker-Inszenierungen des Jahres 2014 ausgewählt. An erste Stelle steht Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung am Residenztheater:  "Es rumst gewaltig und blitzt wunderkerzenhell in der Action-Inszenierung, die der Münchner Staatstheaterchef Martin Kušej im eigenen Haus angerichtet hat - nach Art einer vergnüglichen Höllenfahrt. (…) Der beste Krawallzauber, den das deutsche Regietheater im Jahr 2014 zu bieten hatte."

Spiegel Online Theater-Hits 2014
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"Ich komme, um zu stören."
Marius von Mayen- burg, "Der Stein"

Verfassungsschutz und NSU-Morde

BR-Aufzeichnung von "Alltag und Rassismus: Verfassungsschutz" zum Nachhören

Die Terroristen des NSU ermordeten zehn Menschen – fünf davon in Bayern. Parallel zum NSU-Prozess in München veranstaltet das Residenztheater eine Diskussionsreihe zum Thema "Alltag und Rassismus" begleitend zu Christine Umpfenbachs dokumentarischem Theaterprojekt "Urteile" im Marstall. Mit dem Themenwochenende "Offener Prozess" zum NSU-Komplex wurde die Debatte im Dezember 2014 fortgesetzt. Einen Mitschnitt der Debatte über die Rolle des Verfassungsschutzes und der Geheimdienste im Rahmen der NSU-Mordserie gibt es hier zum Nachhören.

Verfassungsschutz und NSU-Morde

Heiligabend in Endlosschleife

Der Deutschlandfunk war in der Vorweihnachtszeit in unserer Bar "Zur schönen Aussicht" zu Gast und hat sich Paul Plampers Hörspiel-Audio-Installation "Stille Nacht (RUHE 3)" angehört. Das Fazit ist eindeutig: "'Stille Nacht (Ruhe 3)' ist Minima Moralia als großes Hörkino. Es hat das Zeug zum Klassiker - mit dem Stumpfsinn einer Familie Heinz Becker, dem Sarkasmus eines Gerhard Polt, dem Sprachwitz eines Loriot. Vertraut und doch befremdlich. Eine Sozialstudie im Surround-Sound - perfekt vertont mit dem häuslichen Dilettantismus an der Blockflöten." Noch bis 23. Dezember 2014 täglich von 14.00 bis 18.00 Uhr im Foyer des Residenztheaters, der Eintritt ist frei!

Heiligabend in Endlosschleife

Faust

Spielfassung zum Download (PDF)

Der Regisseur Martin Kušej hat sich mit seinen Produktionsdramaturgen Angela Obst und Albert Ostermaier auf eine dramaturgische Reise durch der Tragödie beider Teile eingelassen - denn "Faust I" lässt sich nur verstehen, wenn man "Faust II" mitdenkt. So ist eine eigensinnige Textfassung Grundlage dieses Abends geworden, die Elemente aus "Faust II" mit dem ersten Teil verbindet, die mit Umstellungen, Überschreibungen, Zeitschleifen und Neuschöpfungen arbeitet, die vom Ende her den Anfang setzt und am Ende auf den Anfang zurückweist. Wir haben uns entschlossen, diese Fassung hier online zugänglich zu machen – zum Vor- und Nachlesen, zur Anregung, zum Weiterdenken...

Faust

"Faust"-Benefizvorstellung für die Familie von Guntram Brattia

Am Sonntag, den 7. Dezember 2014, lud das Residenztheater zu einer Benefiz-Vorstellung von "Faust" für die Familie des verstorbenen Resi-Ensemblemitglieds Guntram Brattia ein. Die Erlöse dieser "Faust"-Vorstellung kommen der Familie zugute. Guntram Brattia ist am 19. September 2014 bei einem Unfall ums Leben gekommen. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

"Faust"-Benefizvorstellung für die Familie von Guntram Brattia