Zur Mittagsstunde

von Neil LaBute

DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG!

"Gott bedeutet uns nichts mehr. Wir tun, was wir tun, wir treffen Entscheidungen, wir übernehmen Verantwortung. Irgendein Mann hat dir eine Waffe ins Gesicht gehalten, jetzt gefällt dir dein Leben nicht mehr, und du willst es ändern. Schön. Tu was." John Smith, bisher "rund um die Uhr ein absolutes Arschloch", wie er sich selbst bezeichnet, überlebt als Einziger den Amoklauf eines kurz zuvor geschassten Kollegen im Büro. Was kommt nach der Katastrophe? Einfach weitermachen wie bisher? Die Hand Gottes hat Smith verschont, davon ist er fest überzeugt, und er will zu dessen Ehren jetzt alles anders machen, sein Leben ändern. Dabei schlägt dem vermeintlich Erweckten nur Skepsis, Zynismus und Unverständnis entgegen.

Neil LaBute *1963, US-Dramatiker, Filmemacher und einer der meistgespielten zeitgenössischen Autoren in Europa, zeigt die Widersprüchlichkeiten heutiger Existenz zwischen Glauben und Religion angesichts zunehmender Sprachlosigkeit und Ignoranz. Wilfried Minks *1930, der bereits in den 1960er Jahren durch seine stilbildenden Bühnenbilder für Rainer Werner Fassbinder, Michael Grüber, Peter Zadek u. a. bekannt wurde, widmet sich als Regisseur neben klassischen Stoffen immer wieder der zeitgenössischen Dramatik.
 

  • premiere 08 Okt 11
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 45
  • Keine Pause
  • Regie und Bühne Wilfried Minks
  • Kostüme Renate Martin + Andreas Donhauser
  • Licht Gerrit Jurda
  • Video Meike Ebert
  • Dramaturgie Aenne Quinones

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr

Förderpreise für Friederike Ott und Franz Pätzold

Birgit Minichmayr erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis. Die Mitglieder des Vereins der Freunde des Residenztheaters würdigen damit ihre schauspielerischen Leistungen in den letzten beiden Jahren. Der Förderpreis für junge Theatertalente geht in diesem Jahr an die beiden Ensemblemitglieder Friederike Ott und Franz Pätzold für ihre hervorragenden künstlerischen Leistungen als "Pünktchen und Anton" in der Inszenierung von Thomas Birkmeir.

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr

KURT-MEISEL-PREIS 2012 FÜR BIBIANA BEGLAU

FÖRDERPREIS FÜR ANDREA WENZL

Bibiana Beglau erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters in Anerkennung ihrer großen Schauspielkunst am Residenztheater. Der Förderpreis für junge Theatertalente geht in diesem Jahr an Andrea Wenzl für ihre hervorragenden künstlerischen Leistungen.

KURT-MEISEL-PREIS 2012 FÜR BIBIANA BEGLAU

Andrea Wenzl im Gespräch

Zur Premiere von Michael Thalheimers Inszenierung "Ein Sommernachtstraum" sprach der BR mit Andrea Wenzl über ihre erste Spielzeit am Residenztheater.

Andrea Wenzl im Gespräch
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Ich weiß nicht, was ich glauben soll

Wenn ich das sage, denke ich nicht nur an die Religion, sondern eigentlich ein bisschen an alles.

Ich weiß nicht, was ich glauben soll

"Theater als Gehirnleistung mit tiefem Empfinden"

Gespräch mit dem Regisseur Wilfried Minks

Zur Eröffnungspremiere von "Zur Mittagsstunde" sprach Gabriella Lorenz für Kulturvollzug mit Wilfried Minks über seine Theaterarbeit als Regisseur und Bühnenbilder, politisches Theater und über Gott: "Mit diesem Stück provoziert LaBute den Zuschauer, sein Verhältnis zum Glauben zu befragen. Von der Form her ist es eine Art Vexierspiel: Was ist wahr, was ist Lüge? Was ist Realität, was Illusion?"

"Theater als Gehirnleistung mit tiefem Empfinden"

ZUR MITTAGSSTUNDE (FOTOGALERIE)