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Welt / Bühne III

Plattform für internationale Dramatik

Über die arabische Frau wird viel gesprochen – über sie, wohlgemerkt, nicht mit ihr. Es geht um ihre Freiheit, ihren Schleier, ihr Verhältnis zum Mann; nur die Unterscheidung des Individuums von der Masse, die "die arabische Frau" verkörpert, wird nicht zur Diskussion gestellt. Die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe "Welt/Bühne", die das Residenztheater in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und unterstützt von den Freunden des Residenztheaters veranstaltet, stellt drei Texte arabischsprachiger Dramatikerinnen vor, die das Bild der sogenannten arabischen Frau differenzieren, sie zu Wort kommen lassen.

Mahin Sadri etwa stellt in ihrem Stück "Akklimatisierung" die Geschichten dreier Iranerinnen dem Wandel der Zeit gegenüber. Aliya Khalidi erzählt in "Anbara" die wahre Geschichte der libanesischen Frauenrechtlerin Anbara Salam Al-Khalidi, die es 1927 als eine der ersten Frauen im Mittleren Osten wagte, ihren Schleier öffentlich abzulegen. Die ägyptische Autorin Laila Soliman präsentiert in ihrem Stück "Keine Wüstenrosen" den Wandel der ägyptischen Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten und setzt ihn in Bezug zur Rolle der Frau. Im Anschluss an die Lesungen ist das Publikum zur Diskussion mit den Autorinnen eingeladen.

Mit: Schauspielern des Ensembles

Marstall
  • Sa 08. Apr 17, 18:00 Uhr