Taken from real life. Eine Show

Marstallplan 1

Das Sommerfestival Marstallplan 2014 widmet sich Faust II. Ganz unterschiedlich gehen sieben junge Regisseure mit dem Stoff um: Dabei ist mal ein Satz, mal die Atmosphäre eines Aktes oder ein einzelnes Thema des Stückes Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit einem der problematischsten Texte der klassischen Dramatik.

"TAKEN FROM REAL LIFE. EINE SHOW"
Zwei Kunstfiguren präsentieren sich der Öffentlichkeit, jede Körperzelle auf ihrer festgeschriebenen Route. Es wird ein dritter Mensch gemacht. Aus Gewohnheit beginnt er sich zu bewegen. Marketing-Gag oder Ende einer Generation? Die Figur des Homunculus aus dem 2.Akt in Goethes Faust II ist Ausgangspunkt einer Suche nach der Vermarktbarkeit des künstlich geschaffenen Menschen. Gemeinsam mit der Tanzchoreographin Johanna Richter entwickelt Gregor Turecek einen Abend zwischen Herkunftsdrama und Verkaufsshow, Entstehungswunsch und Fremdbestimmung.

Gregor Turecek wurde 1985 in Wien geboren und inszeniert beim diesjährigen Marstallplan nach 2012 ("wir schlafen nicht") und 2013 ("hamlet ist tot") bereits zum dritten Mal im Marstall. Nach verschiedenen freien Theaterprojekten in Wien studierte er ab 2011 Regie an der Bayerischen Theaterakademie in München. Nach Abschluss seines Vordiploms wechselte er im vergangenen Herbst als Regieassistent ans Residenztheater.

  • premiere 04 Jul 14
  • Regie + Konzept Gregor Turecek
  • Bühne Maximilian Lindner
  • Kostüme Johanna Hlawica
  • Choreographie Johanna Richter
  • Dramaturgie Christina Hommel + Götz Leineweber
mit
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MARSTALLPLAN 1 (FOTOGALERIE)

TAKEN FROM REAL LIFE. EINE SHOW

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"Das Glas erklingt von lieblicher Gewalt,
Es trübt, es klärt sich; also muß es werden!
Ich seh' in zierlicher Gestalt
Ein artig Männlein sich gebärden.
Was wollen wir, was will die Welt nun mehr?
Denn das Geheimnis liegt am Tage.
Gebt diesem Laute nur Gehör,
Er wird zur Stimme, wird zur Sprache."
Goethe, "Faust"

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