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Schwarze Sonne scheine

von Albert Ostermaier

Ein junger Mann, aufgewachsen in einem katholischen Internat in Bayern, der sein Leben darauf ausgerichtet hat, Dichter zu werden, erhält von einer prominenten Ärztin die Diagnose, er leide an einer tödlichen Krankheit, die eine sofortige Therapie im amerikanischen Texas erfordere. Der  väterliche Mentor, ein katholischer Priester, rät, der Ärztin zu vertrauen und in die USA zu reisen. Der junge Schriftsteller rekapituliert sein Leben und die Ereignisse, die zu dieser dramatischen Situation geführt haben. Diese Rückschau weitet sich zu einem erschütternden Panorama moralisch- politischer Strukturen im Süden Deutschlands, in dem der Einzelne wenig, die Kirche alles zählt.

Am 29. und 30. Oktober ist Albert Ostermaiers "Schwarze Sonne scheine" von Les Théatres de la ville de Luxembourg als Gastspiel im Marstall zu sehen. Ostermaiers Roman über einen todkranken Schriftsteller wurde vom Autor selbst als Monolog für die Bühne adaptiert. Die Uraufführung des Ein-Personen-Stückes mit Luc Feit in der Hauptrolle fand 2012 in Luxemburg statt und ist jetzt zu Gast in München. 

Inszenierung & Bühne Johannes Zametzer