Bild

SCÈNE – Neue französische Theaterstücke

Buchvorstellung

Witzige, temporeiche und rabenschwarze zeitgenössische Theatertexte aus französischsprachigen Ländern – dafür steht die Buchreihe SCÈNE. 

Am 13.November findet im Marstall eine Buchvorstellung der besondern Art statt. In Anwesenheit der Autoren präsentieren Schauspieler des Ensembles fünf Szenen aus fünf brandneuen französischen Theaterstücken: 'Youri' von Fabrice Melquiot, 'Identité' von Gérard Watkins, 'Yukonstyle' von Sarah Berthiaume (Québec), 'Occident' von Rémi De Vos und 'Intégral dans ma peau' von Stéphanie Marchais.

Die 1999 initiierte Reihe "SCÈNE. Neue französische Theaterstücke" erscheint seit 2006 im Verlag Theater der Zeit. Alljährlich präsentiert sie fünf ins Deutsche übersetzte Theaterstücke französischsprachiger Autoren. Dank dieser Publikation kam es in der Vergangenheit regelmäßig zu Inszenierungen und Lesungen französischer Stücken an Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Bureau du Théâtre et de la Danse, Berlin und das Herausgeber-Duo, die französische Regisseurin Leyla-Claire Rabih und der deutsche Journalist und Übersetzer Frank Weigand, konzentrieren sich bei der Textauswahl auf im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannte Autoren. SCÈNE bietet deutschsprachigen Verlagen und Theaterschaffenden die Möglichkeit zu aufregenden Neuentdeckungen.

Alle fünf Theatertexte aus SCÈNE 15 erzählen vom Scheitern der Keimzelle der westlichen Gesellschaft und der bangen Frage nach der eigenen Identität: In Fabrice Melquiots tiefschwarzer Boulevardsatire „Youri" wird ein ausländischer Jugendlicher zur Projektionsfläche eines kinderlosen Yuppie-Ehepaars. Rémi De Vos' derbes Volkstheater-Duett "Occident" schildert, wie die Auseinandersetzung eines Kneipenheimkehrers mit seiner Frau immer stärker fremdenfeindliche Untertöne bekommt. Gérard Watkins schickt in seinem düsteren Kammerspiel "Identité" ein junges mittelloses Ehepaar auf die Suche nach ihren Ursprüngen. Während Stéphanie Marchais in "Intégral dans ma peau" in einer poetisch-sexualisierten Sprache die Liebesgeschichte zwischen einem Schulverweigerer und seiner Lehrerin erzählt, finden in Sarah Berthiaumes Selbstfindungstrip „Yukonstyle" drei junge Menschen mit komplizierter Vergangenheit im rauen Nordwesten Kanadas zu sich selbst und schließlich zueinander.

 

In Zusammenarbeit mit dem Institut francais Deutschland/ Bureau du Théâtre et de la Danse, der SACD, dem Institut français München, der Vertretung der Regierung von Québec, dem Conseil des Arts et des Lettres Québec und dem Verlag Theater der Zeit.

 

  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 30
  • Einrichtung Leyla-Claire Rabih
mit