Opening Night :: Alles über Laura

Ein Projekt von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff

nach "Opening Night" von John Cassavetes

Deutsch von Brigitte Landes

"Opening Night": Die umjubelte Myrtle Gordon hat ihr Leben der Schauspielerei gewidmet. Doch plötzlich ist sie sich der Liebe und Bewunderung der anderen nicht mehr so sicher, wie sie es einmal war. In der Auseinandersetzung mit dem Stück, in dem sie gerade die Hauptrolle spielt, sieht sich Myrtle vor eine Wahl gestellt, bei der sie nur verlieren kann: brilliert sie, wird sie fortan auf die Rolle der alternden Diva festgelegt sein – scheitert sie, ist ihre Karriere ruiniert. Als die junge Nancy, ein glühender Fan, der den Bühnenstar kurz zuvor bestürmt hatte, bei einem Autounfall ums Leben kommt, bricht bei Myrtle eine existentielle Krise aus. Die tote Nancy wird zu einem Teil von Myrtles Realität.

Über dreißig Jahre später. Laura, die damals in "Opening Night" die siebzehnjährige Nancy spielte, wird die Rolle der Myrtle Gordon in einem Remake des Films angeboten. Myrtle zu spielen, könnte die lang ersehnte Chance sein, ihre Karriere wiederzubeleben. Doch für Laura wird die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit zum Alptraum. 

Mikeska, Kittstein und Althoff entwerfen theatrale Installationen, die ein Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung betreiben. Nach "Eurydice :: Noir Désir" zeigen sie ihre zweite Arbeit am Residenztheater.

  • premiere 22 Okt 15
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 20
  • Regie Bernhard Mikeska
  • Text John Cassavetes (Deutsch von Brigitte Landes) + Lothar Kittstein
  • Raum Ralph Zeger
  • Kostüme Almut Eppinger
  • Sounddesign Knut Jensen
  • Licht Uwe Grünewald
  • Video Marie-Lena Eissing
  • Dramaturgie Alexandra Althoff + Götz Leineweber
mit

Opening Night :: Alles über Laura

INHALTSANGABE

„Opening Night“: Weil sich das Leben des Stars Myrtle Gordon auf der Bühne abspielt, ist sie daran gewöhnt, nicht für sich selbst, sondern in den Augen der Zuschauer zu existieren. Während der Arbeit an einem neuen Stück verliert Myrtle Schritt für Schritt die Kontrolle, weil sie sich vor eine Wahl gestellt sieht, bei der sie nur verlieren kann: brilliert sie, wird sie fortan auf die Rolle der alternden Diva festgelegt sein – scheitert sie, ist ihre Karriere ruiniert.

Opening Night :: Alles über Laura

"Ich stehe morgens auf und war immer achtzehn"

von John Cassavetes

Jetzt bin ich keine achtzehn mehr und neunzig Prozent meines aktiven Lebens sind vorbei. Ich habe immer jung ausgesehen. Und plötzlich werde ich achtundvierzig. Ich schaue mich im Spiegel an und denke: Was ist denn das für eine bescheuerte Fresse?

"Ich stehe morgens auf und war immer achtzehn"

Opening Night :: Alles über Laura Programmheft (PDF)

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"Time is a killer."

John Cassa- vetes

OPENING NIGHT :: ALLES ÜBER LAURA (FOTOGALERIE)

Der Feind im Inneren

Martin Kušej präsentiert seine Pläne für die Spielzeit 2015 16 am Residenztheater

Am 29. April 2015 stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende Spielzeit 2015 16 am Residenztheater vor. In vielen Stücken der neuen Spielzeit am Residenztheater richtet sich der Verdacht nach innen, sitzt der (vermeintliche) Feind im eigenen Lager, stellt sich heraus, dass Richter und Täter identisch sind: Das gilt sowohl für die ganz großen klassischen Stoffe wie "Prinz Friedrich von Homburg" und den Mythos von "Ödipus" als auch für modernere Dramen wie Arthur Millers "Hexenjagd". Und insbesondere in den zeitgenössischen Stücken "Die Netzwelt" von Jennifer Haley, Ayad Akhtars Pulitzer-Preis-gekröntem Stück "Geächtet", Peter Handkes "Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rande der Landstraße" sowie in Stefano Massinis "Lehman Brothers" wird der Feind im Inneren besonders deutlich spürbar.

Der Feind im Inneren
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