MARSTALLPLAN 1: Lügensucht im Dienste der Ich-Erhöhung

ein Projekt von Gernot Grünewald

Marstallplan 1

Unter Anleitung eines führenden Experten zum Thema Pseudologia  phantastica entwickelt der häufig dokumentarisch arbeitende Regisseur Gernot Grünewald mit vier Schauspielern eine Performance über Sein und Schein, Geltung und Wahrheit, Prestige und Lüge. In dem Workshop zur modernen Subjektkonstruktion sind Doktorspiele ebenso erwünscht wie Geständnisse von Hochstaplern. Die Schauspieler nutzen Alltäglichkeitsmasken und machen bei ihren Entlarvungen auch an der Bühnenrampe nicht halt, mit der Videokamera strömen sie aus in die Hochstapler-Metropole München.

Gernot Grünewald, geboren 1978 in Hildesheim, war als Schauspieler am Staatstheater Stuttgart und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert, bevor ab 2007 ein Regiestudium an der Hamburger Theaterakademie begann. 2011 wurde er mit dem Hauptpreis beim Körber Studio Junge Regie ausgezeichnet. Bei seiner Diplominszenierung "Dreileben – Ein Projekt übers Sterben" arbeitete er dokumentarisch auf der Grundlage von Interviewmaterial, das seine Schauspieler in einem Sterbehospiz sammelten. Grünewald inszeniert u.a. am Jungen Theater Göttingen, am Theater Heidelberg, am Staatstheater Karlsruhe und am Schauspielhaus Wien.

 

Der reguläre Preis beträgt 9 Euro je Einzelvorstellung. Beim Kauf von Karten für mindestens 3 Einzelvorstellungen von Marstallplan 1 und/oder Marstallplan 2 erhalten Sie die Einzelkarte für je 6 Euro. Dieses Package ist nur telefonisch unter 089/2185 1940 und an den Kassen der Staatstheater erhältlich. Schüler und Studenten erhalten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises Karten für 6 Euro je Einzelvorstellung.

  • premiere 05 Jul 12
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std.
  • Regie Gernot Grünewald
  • Bühne Michael Köpke
  • Kostüme Nina Hofmann
  • Video Jonas Plümke
  • Dramaturgie Stefan Bläske
mit

MARSTALLPLAN 1: LÜGENSUCHT IM DIENSTE DER ICH-ERHÖHUNG (FOTOGALERIE)

Ein verwegener Plan

Spiegel Online berichtet über das "verwegene Projekt", beim MARSTALLPLAN innerhalb von zwei Tagen sechs Hochstapler-Produktionen zur Premiere zu bringen und dabei lustvoll mit den Identitäten zu spielen: "Und so befreien sie Zuschauer wie Schauspieler im besten Fall vom Fetisch der vergangenen Jahre: der Authentizität."

Ein verwegener Plan

"In der wirklich verkehrten Welt ist das Wahre ein Moment des Falschen." G. Debord