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Macht braucht Zeugen III. Die Türkei: Zerreißprobe am Bosporus

Günter Seufert und Christiane Schlötzer diskutieren

Während alle Welt hypnotisiert auf Donald Trump und die USA schaut, ist in der Türkei ein rasanter Staatsumbau in vollem Gange – eine Tatsache, die uns aufgrund der geographischen Nähe und unserer gesellschaftlichen Verflechtung deutlich mitbetrifft. Die EU-Beitrittsverhandlungen scheinen Lichtjahre entfernt. Nicht nur hinsichtlich der Flüchtlingsthematik ist die Türkei geostrategisch in gleichermaßen angespannter und exponierter Position. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 hat Staatspräsident Erdoğan seine Machtfülle systematisch ausgebaut, die Politisierung der Justiz, die Aufweichung der Gewaltenteilung, den Abbau unabhängiger Lehre und Medien vorangetrieben. Entlassungen von Hunderten von Universitätsprofessoren und Dozenten, Verhaftungen von über 100 Journalisten und schwere Eingriffe in die Justiz bezeugen Systematik und Gigantomanie des präsidialen Projekts. Angesichts des Verfassungsreferendums in der Türkei am 16. April diskutieren wir innen- und außenpolitische Konsequenzen für die Türkei, für Europa, für die Welt.

Zu Gast: Günter Seufert, Soziologe, Journalist und Autor, ist seit 2010 bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin tätig und ein ausgewiesener Kenner der politischen, gesellschaftlichen und religiösen Verhältnisse in der Türkei. Er promovierte über den politischen Islam in der Türkei, war u. a. akademischer Leiter des Istanbuler Orient-Instituts sowie Visiting Associate Professor an der Universität Zypern und verfasst regelmäßig Bücher, Fachaufsätze und journalistische Texte zur politischen Lage in der Türkei. Moderation: Christiane Schlötzer, seit 2015 stellvertretende Ressortleiterin der Seite Drei der Süddeutschen Zeitung. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Politik, absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München, war freie Journalistin für den NDR und den BRHörfunk und Landtagskorrespondentin der dpa. Seit 1992 bei der SZ, u. a. als Parlamentskorrespondentin, stellvertretende Ressortleiterin der Außenpolitik, Auslandskorrespondentin in Istanbul und Athen.

Eintritt frei, mit Einlasskarten.
In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung.

   

 

Macht braucht Zeugen im Marstall

Alexander Graf zu Lambsdorff und Stefan Kornelius diskutieren über Europas Zukunft

In der Spielzeit 2016/17 führt das Residenztheater die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung fort: Regelmäßig laden wir zu einer Diskussion politischer, juristischer und gesellschaftstheoretischer Fragen ein, die jeweils von einem Journalisten der SZ moderiert wird. Nachdem wir uns in der letzten Spielzeit dem "Feind im Inneren" widmeten, richten wir jetzt den Blick auf verschiedene Zentren der Macht – und ihre Zeugen. Am 7. Mai spricht Stefan Kornelius, Leiter des Ressorts Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, im Marstall mit Alexander Graf zu Lambsdorff über die Konsequenzen des Brexit für Europa.

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Macht braucht Zeugen III. Die Türkei: Zerreissprobe am Bosporus

Günter Seufert und Christiane Schlötzer diskutieren

In der Spielzeit 2016/17 führt das Residenztheater die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung fort: Regelmäßig laden wir in die "Schöne Aussicht" zu einer Diskussion politischer, juristischer und gesellschaftstheoretischer Fragen ein, die jeweils von einem Journalisten der SZ moderiert wird. Nachdem wir uns in der letzten Spielzeit dem "Feind im Inneren" widmeten, richten wir jetzt den Blick auf verschiedene Zentren der Macht – und ihre Zeugen. Am 23. April spricht Christiane Schlötzer, stellvertretende Ressortleiterin der Seite Drei der Süddeutschen Zeitung, mit Günter Seufert, Soziologe, Journalist und Autor zur Türkei über die Konsequenzen des Verfassungsreferendums in der Türkei.

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