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Macht braucht Zeugen I.

Amerika nach der Wahl und die Folgen für die Welt

Thomas Bagger und Stefan Kornelius diskutieren

In der Spielzeit 2016/17 führt das Residenztheater die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung fort: Regelmäßig laden wir in die „Schöne Aussicht“ zu einer Diskussion politischer, juristischer und gesellschaftstheoretischer Fragen ein, die jeweils von einem Journalisten der SZ moderiert wird. Nachdem wir uns in der letzten Spielzeit dem „Feind im Inneren“ widmeten, richten wir jetzt den Blick auf verschiedene Zentren der Macht – und ihre Zeugen.

Der letzte Wahlkampf der USA hat uns mehr als ein Jahr begleitet und mit Donald Trump eine inszenierte Authentizität geschaffen, an der sich selbst erfahrene Wahlkampfstrategen die Zähne ausbissen. Höchste Zeit, kurz vor der Amtseinführung des President elect am 20. Januar 2017 über (enttäuschte und eingetroffene) Erwartungen und Folgen dieser jetzt schon historischen Wahl zu sprechen. Nachdem die Erregung über die Entgleisungen des Kandidaten Trump am Ende des Tages nur zur Steigerung seiner Popularität führte, eine Art Endlosspirale für die heterogene Menge von Entrüsteten, ist ein sachlicher Blick auf politische Teilhabe, Demokratie(-müdigkeit), die Eliten und die Ausgegrenzten am Beispiel US-Amerikas angebracht. „Wahlslogans sind Kompressen für politische Verletzungen, [...] weil Wahlkämpfe immer auch ein Gemetzel sind und Teil einer Selbstvergewisserung: Wer sind wir? Wo stehen wir? Was eint uns?“, schrieb Stefan Kornelius. Wie ist also die Selbstvergewisserung Amerikas zu deuten und was folgt aus ihr für Europa und den Rest der Welt? In einem Jahr, in dem u.a. Frankreich und Deutschland erneut ihr Staatsoberhaupt wählen, scheint die politische Landschaft weltweit wie lange nicht mehr in Erosion. Und wir ahnen, dass die Machtumbrüche, die wir bezeugen, uns noch lange beschäftigen werden.

Zu Gast: Thomas Bagger, seit 2011 Leiter des Planungsstabs des Auswärtigen Amts. Studierte Internationale Beziehungen, Volkswirtschaft und Öffentliches Recht in München, Paris und College Park/Maryland (USA). Promotion an der LMU München, Stipendiat in der Stiftung Wissenschaft und Politik. Auslandsverwendungen an der deutschen Botschaft in Prag, Ankara und Washington. 

Moderation: Stefan Kornelius, ist seit 2000 als Ressortleiter Außenpolitik für die außenpolitische Berichterstattung und Kommentierung  der Süddeutschen Zeitung verantwortlich. Er schreibt vor allem zu europa- und sicherheitspolitischen Themen und war als Korrespondent und Büroleiter in  Washington, Berlin und Bonn stationiert. Kornelius wurde mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem Karl-Klasen-Preis und dem Arthur-F.-Burns-Preis für Kommentierung. Zuletzt erschien von ihm die außenpolitische Biografie "Angela Merkel – die Kanzlerin und ihre Welt", die in 13 Sprachen übersetzt wurde. Er absolvierte die Henri-Nannen-Journalistenschule und studierte in Bonn und an der London School of Economics Politik, Geschichte und Öffentliches Recht.

Eintritt frei, mit Einlasskarten.

 

Macht braucht Zeugen im Marstall

Alexander Graf zu Lambsdorff und Stefan Kornelius diskutieren über Europas Zukunft

In der Spielzeit 2016/17 führt das Residenztheater die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung fort: Regelmäßig laden wir zu einer Diskussion politischer, juristischer und gesellschaftstheoretischer Fragen ein, die jeweils von einem Journalisten der SZ moderiert wird. Nachdem wir uns in der letzten Spielzeit dem "Feind im Inneren" widmeten, richten wir jetzt den Blick auf verschiedene Zentren der Macht – und ihre Zeugen. Am 7. Mai spricht Stefan Kornelius, Leiter des Ressorts Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, im Marstall mit Alexander Graf zu Lambsdorff über die Konsequenzen des Brexit für Europa.

Macht braucht Zeugen im Marstall

Macht braucht Zeugen III. Die Türkei: Zerreissprobe am Bosporus

Günter Seufert und Christiane Schlötzer diskutieren

In der Spielzeit 2016/17 führt das Residenztheater die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung fort: Regelmäßig laden wir in die "Schöne Aussicht" zu einer Diskussion politischer, juristischer und gesellschaftstheoretischer Fragen ein, die jeweils von einem Journalisten der SZ moderiert wird. Nachdem wir uns in der letzten Spielzeit dem "Feind im Inneren" widmeten, richten wir jetzt den Blick auf verschiedene Zentren der Macht – und ihre Zeugen. Am 23. April spricht Christiane Schlötzer, stellvertretende Ressortleiterin der Seite Drei der Süddeutschen Zeitung, mit Günter Seufert, Soziologe, Journalist und Autor zur Türkei über die Konsequenzen des Verfassungsreferendums in der Türkei.

Macht braucht Zeugen III. Die Türkei: Zerreissprobe am Bosporus