Kongress der Autodidakten

Stück mit Musik

Erzählt wird ein halber Tag im Leben des Siegfried Sigor, bekennender Autodidakt, Kenner der Ameisen und überhaupt ein Freund sozialer Insekten. Heute hat er sich fünf Bekannte mit Interessensüberlappungen eingeladen, um gemeinsam auf eine neue Stufe des Wissens zu klettern und so die Gesamtsituation zu verbessern. Mindestens. Weil Siegfrieds Wohnung zu klein ist, veranstaltet er den Kongress bei seinem Freund Stefan Kindschi, der nicht nur genug Platz hat, sondern ebenfalls Käferlarven züchtet, mit deren Klängen er gemeinsam mit Forscherkollegen in Grönland Menschen vom Tinnitus befreien will. Stefan ist zugegeben unvorbereitet, weil er dachte, der Kongress fände erst morgen statt, aber die Zeit lässt sich nicht anhalten und es treffen nacheinander ein: Henry Buchsboom, Freund der Bienen und einer, der den Lösungsweg weiß und nur noch die anderen davon überzeugen muss, Cordula Ahrends, Spezialistin für das Anthropozän und solitäre Wespen, sowie Jean-Luc Perrac, Prothetiker. Eingeladen ist außerdem Matthäus Lüftner, der an der Umwandlung von Gedanken und Erkenntnissen in Schallwellen und Sonogramme arbeitet.

Zum krönenden Abschluss und zur Veredelung des Kongresses sieht Siegfried einen hochkarätigen Gastredner vor. Einzig der taucht nicht auf, die geplanten Abläufe purzeln durcheinander, das gemeinsame Singen fällt einfacher als das Reden und auch die Verstrickungen der Interessen der Fachmänner und Fachfrauen erweisen sich als loser als gedacht. 

Marstall
  • Do 28. Jul 16, 20:00 Uhr
  • Do 20. Okt 16, 20:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie Corinna von Rad
  • Bühne Ralf Käselau
  • Kostüme Sabine Blickenstorfer
  • Musik Jürg Kienberger + Matthias Loibner
  • Licht Monika Pangerl
  • Dramaturgie Götz Leineweber
mit

KONGRESS DER AUTODIDAKTEN

INHALTSANGABE

Erzählt wird ein halber Tag im Leben des Siegfried Sigor, bekennender Autodidakt, Kenner der Ameisen und überhaupt ein Freund sozialer Insekten. Heute hat er sich fünf Bekannte mit Interessensüberlappungen eingeladen, um gemeinsam auf eine neue Stufe des Wissens zu klettern und so die Gesamtsituation zu verbessern. Mindestens.

KONGRESS DER AUTODIDAKTEN
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Kongress der Autodidakten Programmheft (PDF)

Kongress der Autodidakten Programmheft (PDF)
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KONGRESS DER AUTODIDAKTEN (FOTOGALERIE)

PLÄDOYER ZUM AUTOR DES KONGRESSES DER AUTODIDAKTEN

Wir Autodidakten fühlen die Konflikte noch, wir gehen sie eher vulkanisch an, als dass wir versuchen, sie zu beruhigen. Wir stellen einen eigenen Kosmos her, mit eigenen, rohen Regeln, statt uns vom fertig Gekochten leiten zu lassen. Für uns ist das Erleben wie unvergorener Wein, es wurzelt nicht in Rezepten, sondern in einer steten Unruhe: Entweder technische Perfektion oder menschliche Vollkommenheit und wir haben uns entschieden. Denn es gibt einen Unterschied zwischen dem schweren, schmerzenden Kopf nach dem Studium und seinem ausgelassenen Ebenbild am Abend zuvor.

PLÄDOYER ZUM AUTOR DES KONGRESSES DER AUTODIDAKTEN

"Der Einfluss des Anführers auf das Denken der Gruppe soll so gering wie möglich gehalten werden."

"Kongress der Autodidakten"

Der Feind im Inneren

Martin Kušej präsentiert seine Pläne für die Spielzeit 2015 16 am Residenztheater

Am 29. April 2015 stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende Spielzeit 2015 16 am Residenztheater vor. In vielen Stücken der neuen Spielzeit am Residenztheater richtet sich der Verdacht nach innen, sitzt der (vermeintliche) Feind im eigenen Lager, stellt sich heraus, dass Richter und Täter identisch sind: Das gilt sowohl für die ganz großen klassischen Stoffe wie "Prinz Friedrich von Homburg" und den Mythos von "Ödipus" als auch für modernere Dramen wie Arthur Millers "Hexenjagd". Und insbesondere in den zeitgenössischen Stücken "Die Netzwelt" von Jennifer Haley, Ayad Akhtars Pulitzer-Preis-gekröntem Stück "Geächtet", Peter Handkes "Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rande der Landstraße" sowie in Stefano Massinis "Lehman Brothers" wird der Feind im Inneren besonders deutlich spürbar.

Der Feind im Inneren
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