König Ödipus

von Sophokles aus dem Griechischen von Dietrich Ebener

Das Orakel verkündet Ödipus, er werde seinen Vater töten und seine Mutter schwängern. Ödipus flieht aus seiner unsicheren Herkunft und löst das Rätsel der Sphinx. Die Antwort ist: der Mensch. Die Sphinx stürzt in einen Abgrund und die Stadt Theben feiert ihre Befreiung. Gekrönt von den Thebanern heiratet Ödipus die Königin Iokaste. Verhältnismäßig glücklich regieren sie in Theben, bis die Plagen zurückkehren, die Felder und Frauen keine Früchte mehr hervorbringen und die Pest ausbricht. Ödipus muss die Verantwortung übernehmen und den Schuldigen finden.

Hier setzt die Tragödie des Sophokles ein, an deren Ende sich der große Ödipus blendet, das Gemüt verfärbt von einer unausweichlichen Traurigkeit, die alles entstellt, dem er sich nähert. Seine "Jagd nach der Wahrheit des Orakels", wie Heiner Müller sie nennt, führt endgültig die schmerzhafte Trennung zwischen Theorie und Praxis in unser Denken ein. Die Vaterstadt verlässt er, seine Söhne bleiben zurück. Sie werden sich später gegenseitig töten. 

Residenztheater
  • Do 07. Jul 16, 19:00 Uhr
  • Do 14. Jul 16, 20:00 Uhr
  • premiere 17 Okt 15
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 20
  • Keine Pause
  • Regie Mateja Koležnik
  • Bühne Raimund Orfeo Voigt
  • Kostüme Alan Hranitelj
  • Musik Mitja Vrhovnik-Smrekar
  • Licht Gerrit Jurda
  • Choreographie Matija Ferlin
  • Dramaturgie Götz Leineweber
mit

Breitbildformat: Soundcheck für "König Ödipus".

Breitbildformat: Soundcheck für "König Ödipus".

König Ödipus

INHALTSANGABE

Labdakos, Enkel des Kadmos, Begründer des Stammes der Labdakiden, war König in Theben. Sein Sohn Laios nahm Iokaste, eine Nachfahrin der legendären „gesäten Männer“, zur Frau. Dieser Laios verliebte sich in seiner Jugend in den Sohn seines Wohltäters Pelops und entführte ihn gewaltsam nach Theben. Pelops verfluchte ihn: ER SOLLE NIEMALS EINEN SOHN ERHALTEN, WENN ABER DOCH, SO SOLLE IHN DIESER TÖTEN. Und die Priesterin in Delphi bestätigte den Fluch.

König Ödipus
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KÖNIG ÖDIPUS (FOTOGALERIE)

König Ödipus

zum Autor

"Sophokles scheint den Neid der Olympischen niemals verspürt zu haben, vielmehr ihr erklärter Liebling gewesen zu sein. Als Jüngling von bewunderter Anmut und Schönheit ( er stand dem Polygnot Modell ) und gefeierter Meisterschaft im Zitherspiel und Ballspiel, errang er schon mit achtundzwanzig Jahren seinen ersten Sieg, dem noch dreiundzwanzig andere folgten, mehr als je ein anderer Tragöde errungen. Er gelangte zu hohen Staatsämtern und erreichte, allgemein verehrt wegen seines liebenswürdigen und launigen, bescheidenen und vornehmen Charakters, ein Alter von über neunzig Jahren.

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