Hassreden

Filmpräsentation "Die Moskauer Prozesse" und anschließende Diskussion

Als im Sommer 2012 die Punk-Aktivistinnen von "Pussy Riot" für einen unangemeldeten Auftritt in der Moskauer Erlöserkathedrale zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurden, führte das zu Protestkundgebungen in der ganzen Welt. Milo Rau lässt sie bei seinem Projekt "Die Moskauer Prozesse" mit offenem Ausgang neu verhandeln. Auf der Bühne stehen dabei nicht Schauspieler, sondern Akteure aus dem realen, politischen Leben. Im Stil eines Gerichtsdramas mit offenem Ausgang, in Kreuzverhören, Plädoyers und den Auseinandersetzungen am Rand des Prozesses entsteht so ein verstörendes und widersprüchliches Bild des heutigen Russland: Verletzt Putins Kulturpolitik die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte? Oder ist es doch die Kunst, die die Gefühle der Gläubigen verletzt? Wer ist Angreifer, wer Verteidiger? Der dreitägige Prozess, der mehrfach von den russischen Behörden und von Einheiten der Kosaken unterbrochen wurde, führte zu einem internationalen Skandal und zu einem Einreiseverbot gegen den Regisseur. Der Film "Die Moskauer Prozesse" dokumentiert das Projekt, beleuchtet die historischen und politischen Hintergründe und lässt die Beteiligten zu Wort kommen.

Milo Rau präsentiert am Residenztheater eine Voraufführung seines Films "Die Moskauer Prozesse" und debattiert anschließend mit dem Moskauer Philosophen Michail Ryklin (dessen Frau im Prozess gegen die Ausstellung "Vorsicht! Religion" die Hauptangeklagte war) und Sylvia Sasse, Slawistikprofessorin an der Universität Zürich und Spezilaistin für Gerichtsprozesse gegen und in der Kunst. Moderiert wird der Abend von der Russland-Expertin Christine Hamel, Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk. 

"Hassreden" ist der Auftakt der Zusammenarbeit zwischen Milo Rau und dem Residenztheater und der Beginn einer umfangreichen Recherchearbeit für eine neue Produktion an unserem Haus.

 

  • Regie Milo Rau
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"Hassreden": Milo Rau präsentiert seinen Film "Die Moskauer Prozesse"

Voraufführung und anschließende Diskussion im Marstall

Milo Rau präsentiert am 15. März 2014 am Residenztheater eine Voraufführung seines Films "Die Moskauer Prozesse" über die Prozesse um die Punk-Aktivistinnen von "Pussy Riot" und debattiert anschließend mit dem Moskauer Philosophen Michail Ryklin und Sylvia Sasse, Slawistikprofessorin an der Universität Zürich und Spezilaistin für Gerichtsprozesse gegen und in der Kunst. Moderiert wird der Abend von der Russland-Expertin Christine Hamel, Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk.

"Hassreden": Milo Rau präsentiert seinen Film "Die Moskauer Prozesse"