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Geteilte Erinnerung: Der Völkermord an den Armeniern 1915

Gespräch und Lesung

Vor hundert Jahren begann die systematische Vertreibung und Hinrichtung hunderttausender Armenier im damaligen Osmanischen Reich. Die Auswirkungen dieser Gräueltaten, die auch Teil der deutschen Geschichte sind, auf das Zusammenleben heute, sind das Thema eines Theaterprojekts, das der Autor und Regisseur Nuran David Calis in der nächsten Saison am Residenztheater verwirklichen wird. Aus diesem Anlass veranstalten wir eine Lesung und Gesprächsveranstaltung, die sich mit kulturellen Formen der Erinnerung befassen soll. Wem gehören Erinnerungen, wozu dienen sie, wie werden sie Teil von Politik und welche Chancen und Möglichkeiten sind in ihnen aufgehoben? Gibt es richtige und falsche Erinnerungen?

Es diskutieren Nuran David Calis, Münchner Autor und Regisseur, Mihran Dabag, Institut für Diaspora- und Genozidforschung in Bochum, Karnik Gregorian, Münchner Autor und Regisseur, Elke Hartmann, Berliner Historikerin und Islamwissenschafterin, Ilias Uyar, Armenische Diözese in Köln. Es moderiert Christiane Schlötzer, Stellvertretende Ressortleiterin Außenpolitik der SZ. Es lesen René Dumont und Katrin Röver.