Eines langen Tages Reise in die Nacht

von Eugene O´Neill

Deutsch von Michael Walter

Die Sonne scheint an einem Augusttag durch die Fenster des Sommerhauses der Familie Tyrone. So beginnt (in O’Neills Worten) "die Geschichte eines Tages, von acht Uhr früh bis Mitternacht, im Leben einer vierköpfigen Familie im Jahr 1912 – ein Tag, an dem Dinge passieren, die die gesamte Vergangenheit dieser Familie offenbaren. Eine tief tragische Geschichte, aber ohne irgendeine gewaltsame dramatische Handlung. Am Schluss sind sie immer noch da, durch die Vergangenheit ineinander verfangen, jeder schuldig und gleichzeitig unschuldig, sich gegenseitig verachtend, bedauernd, liebend, verständnisvoll und dennoch überhaupt nicht verstehend, vergebend, aber dazu verdammt, nie vergessen zu können."

Jeder gegen jeden. Jeder abhängig von Etwas und vom Anderen. 1940, als er "dank einer Reihe von Spritzen wieder recht fit ist", schreibt Eugene O’Neill diese Absage an den amerikanischen Traum und bedient sich schonungslos an der eigenen Biographie. Nichtsdestotrotz ist sein Nihilismus nicht nur hausgemacht: "Ich gehe aus von der Theorie, dass die Vereinigten Staaten, anstatt das erfolgreichste Land der Erde zu sein, der größte Fehlschlag sind. Wir hatten so viele Möglichkeiten und haben einen falschen Weg gewählt. Da es aber so ist, wäre es wohl an der Zeit, die Menschheit bei der nächsten Sintflut untergehen und die Ameisen einmal ihr Glück versuchen zu lassen ..."

 

Cuvilliéstheater
  • Sa 28. Jan 17, 19:00 Uhr
  • Mo 30. Jan 17, 19:30 Uhr
  • Do 02. Feb 17, 19:30 Uhr
  • Sa 11. Feb 17, 19:30 Uhr
  • Di 14. Feb 17, 19:30 Uhr
  • So 19. Feb 17, 19:00 Uhr
  • premiere 28 Jan 17
  • Regie Thomas Dannemann
  • Bühne Johannes Schütz
  • Kostüme Regine Standfuss
  • Musik Konrad Hempel
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Götz Leineweber
mit

AUSNAHMEZUSTAND: DIE NEUE SPIELZEIT AM RESIDENZTHEATER

Martin Kušej präsentiert seine Pläne für die Saison 2016/17

Am 11. Mai 2016 stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende Spielzeit 2016/17 vor. Mit dem neuen Spielplan verstärkt Martin Kušej die politische Ausrichtung des Residenztheaters, dessen Qualität der Intendant vor allem in seinem starken Ensemble sieht. Zu Zeiten einer tatsächlichen oder herbeigeredeten Legitimationskrise, in der das Politische leichterhand infrage gestellt wird und mit inneren und äußeren Bedrohungen spekuliert wird, stehen daher die Katastrophenerfahrungen, die in der Dramatik der vergangenen Jahrhunderte gespeichert sind, im Zentrum des Spielplans des Residenztheaters.

AUSNAHMEZUSTAND: DIE NEUE SPIELZEIT AM RESIDENZTHEATER

Spielzeit 2016/2017

Hier finden Sie eine Übersicht über die Premieren und geplanten Projekte der Spielzeit 2016/17 am Residenztheater! Weitere Infos zu den einzelnen Inszenierungen finden Sie auch in unserem neuen Spielzeitheft, das ab sofort in unseren Spielstätten für Sie bereit liegt und das Sie hier herunterladen können (PDF) oder hier direkt online durchblättern.

Spielzeit 2016/2017