In einem Jahr mit 13 Monden

Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder

Dort, wo die Geschichte der Elvira Weishaupt beginnt, ist sie beinahe schon an ihrem Ende angelangt, der Weg nach vorne führt ins Nichts, erlaubt kaum mehr als nur den Blick zurück.

Früher einmal, "in einem anderen Leben fast", als Elvira noch Erwin hieß, hat sie, die damals noch ein Er war, vielleicht so etwas wie ein normales Leben geführt, mit Frau und Kind und einer Arbeit als Metzger. Doch dann hat Erwin Anton kennengelernt, sich verliebt, ungeheuer und bedingungslos, und sich, auf einen achtlos hingeworfenen Satz des so sehr Begehrten, zu einer Frau umoperieren lassen, in blinder Hoffnung, irrational und rücksichtslos gegen sich selbst, getrieben von einer kaum auszuhaltenden, schmerzhaften Sehnsucht. Die Rechnung geht nicht auf.

Erwin hat in eine unmögliche Liebe investiert, seine geschlechtliche Identität einer Illusion geopfert und ist nunmehr hineingeworfen in einen chancenlosen, verzweifelten Kampf, sich mit dem neuen Körper zurechtzufinden. Jeder Versuch, hineinzupassen, akzeptiert zu werden, scheitert an einer seltsam distanzierten Umgebung, die in ihrer eigenen Abgründigkeit zur Empathie, geschweige denn zur Liebe kaum noch fähig ist. Solange, bis Erwin-Elvira schließlich kapituliert und, sich selbst entfremdet, anhaltend einsam, zugrunde geht.

 

Marstall
  • Sa 11. Mär 17, 20:00 Uhr
  • Mi 15. Mär 17, 20:00 Uhr
  • Mi 29. Mär 17, 20:00 Uhr
  • premiere 11 Mär 17
  • Regie Cilli Drexel
  • Bühne Christina Mrosek
  • Kostüme Janine Werthmann
  • Licht Martin Feichtner
  • Dramaturgie Rose Reiter
mit

AUSNAHMEZUSTAND: DIE NEUE SPIELZEIT AM RESIDENZTHEATER

Martin Kušej präsentiert seine Pläne für die Saison 2016/17

Am 11. Mai 2016 stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende Spielzeit 2016/17 vor. Mit dem neuen Spielplan verstärkt Martin Kušej die politische Ausrichtung des Residenztheaters, dessen Qualität der Intendant vor allem in seinem starken Ensemble sieht. Zu Zeiten einer tatsächlichen oder herbeigeredeten Legitimationskrise, in der das Politische leichterhand infrage gestellt wird und mit inneren und äußeren Bedrohungen spekuliert wird, stehen daher die Katastrophenerfahrungen, die in der Dramatik der vergangenen Jahrhunderte gespeichert sind, im Zentrum des Spielplans des Residenztheaters.

AUSNAHMEZUSTAND: DIE NEUE SPIELZEIT AM RESIDENZTHEATER

Spielzeit 2016/2017

Hier finden Sie eine Übersicht über die Premieren und geplanten Projekte der Spielzeit 2016/17 am Residenztheater! Weitere Infos zu den einzelnen Inszenierungen finden Sie auch in unserem neuen Spielzeitheft, das ab sofort in unseren Spielstätten für Sie bereit liegt und das Sie hier herunterladen können (PDF) oder hier direkt online durchblättern.

Spielzeit 2016/2017