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Die Lücke. Ein Stück Keupstraße

von Nuran David Calis

Am 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine auf einem Fahrrad montierte Nagelbombe. 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt und zahlreiche Geschäfte vom rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zerstört. Polizei und Politik schlossen sieben Jahre lang einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat aus. Stattdessen rückten die Anwohner selbst ins Zentrum der Ermittlungen: Die eigentlichen Opfer des Anschlages wurden zu potentiellen Tätern.

Der Autor, Regisseur und Filmemacher Nuran David Calis hat ein Jahr lang Anwohner und Geschäftsleute getroffen und sie gefragt, wie sie den Anschlag und die Zeit danach erlebt haben. Aber er hat auch nach den Geschichten der Keupstraße von heute gefragt, und danach, wie sich das Leben auf dieser besonderen Straße im Laufe der Jahre verändert hat. So entsteht ein Bild der Keupstraße aus der Sicht der Menschen, die dort leben. Und es wird erzählt von ihnen selbst. Denn Anwohner und Geschäftsleute stehen gemeinsam mit Schauspielern auf der Bühne.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Birlikte – Zusammenstehen“. Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Residenztheater beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus 2015

u.a. Gastspiel des Schauspiel Köln im Marstall

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015 stehen im Zeitraum vom 16. bis 29. März 2015 neben Vorstellungen der Inszenierungen "Urteile" und "Die Lücke" – einem Gastspiel des Schauspiels Köln – zwei Diskussionsveranstaltungen der Reihe "Alltag und Rassismus" auf dem Spielplan des Residenztheaters.

Residenztheater beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus 2015