Die Hysterie und der Vibrator

Das Abendland kennt drei Mächte, die aus dem Nichts sichtbare Wirklichkeit erschaffen: Das eine ist der liebe Gott, das zweite ist der Kredit, das dritte ist die Hysterie.

Die Hysterie und der Vibrator

Ach, die Libido, die ist sowieso der reinste Luxus

"Zumindest die weibliche. Der männliche Orgasmus, logo, sichert die Fortpflanzung, immerhin mit der verschwenderischen Menge von bis zu 400 Millionen Samenzellen pro Ejakulation. Der weibliche Orgasmus hingegen - die pure Verschwendung, sagt die Wissenschaft. Alle Theorien, ihm einen Nutzen nachzuweisen, schlugen bislang fehl. Frauen, die Spaß am Sex haben, sind weder besonders fruchtbar. Noch besonders treu. Und sie haben auch nicht häufiger Sex als andere - was ja evolutionär Sinn machen würde. Das ist schwer zu akzeptieren für einen Biologen. Dann sei das mit der weiblichen Lust wohl, so musste der Evolutionsbiologe Stephen J. Gould nach vielen Jahren Forschung einsehen, der pure Luxus. L'art pour l'art. Wie schön." (Ursula Ott in Chrismon, Januar 2008)

Ach, die Libido, die ist sowieso der reinste Luxus

Cybersex & fuck machines

"Die sexuelle Maschine wird zum radikalsten Subjektverstärker, der den Körper in Regionen anspricht, von denen der Kopf noch keine Ahnung hat und Phantasien stimulieren, die die Gesellschaft zu verbieten noch keine Gelegenheit hatte." (Georg Seeßlen in spex #330, Januar/Februar 2011)

Cybersex & fuck machines
Der Geldkomplex

Der Geldkomplex

nach Franziska Gräfin zu Reventlow

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PORTRAITS DER GELDKOMPLEX (FOTOGALERIE)

"Charakter und Analerotik"

von Sigmund Freud

"Unter den Personen, denen man durch psychoanalytische Bemühung Hilfe zu leisten sucht, begegnet man eigentlich recht häufig einem Typus, der durch das Zusammentreffen bestimmter Charaktereigenschaften ausgezeich­net ist, während das Verhalten einer gewissen Körperfunktion und der an ihr beteiligten Organe in der Kindheit dieser Personen die Aufmerksamkeit auf sich zieht. (...) Am ausgiebigsten erscheinen die Beziehungen, welche sich zwischen den anscheinend so disparaten Komplexen des Geldinteresses und der Defäka­tion ergeben."

 

"Charakter und Analerotik"
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6 Notizen aus einem 20-minütigen Gespräch

mit Jürgen Kuttner

„Wenn man aus Berlin in München ankommt, dann ist ‚Geld‘ schon ein zentraler Begriff, der einen geradezu anspringt - da fährt man wirklich nochmal vom Osten in den Westen, aus Bitterfeld in die Schweiz."

6 Notizen aus einem 20-minütigen Gespräch